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Minibäder: Mit guter Planung zu großem Komfort

Bonn Manche Badezimmer haben die Bezeichnung «Zimmer» nicht verdient.

Denn in vielen Wohnungen und Häusern finden sich sehr kleine, oft fensterlose Bäder, für die der Ausdruck «Nasszelle» zutreffender ist.

«Durchschnittlich ist in Deutschland ein Bad 7,8 Quadratmeter groß», sagt Jens Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn. Häufig sei das Platzangebot allerdings noch geringer. Solche Minibäder, bei denen es auf jeden Zentimeter ankommt, verlangten eine klug durchdachte Raumplanung.

Wer sich ein Luxus-Bad wünscht, braucht allerdings schon etwas mehr Platz. «Acht Quadratmeter und mehr sind notwendig, um ein Bad als Wellness-Oase gestalten zu können», sagt die Innenarchitektin Nicola Stammer aus Lüneburg. Stehen weniger als sechs Quadratmeter zur Verfügung, sind Kompromisse nötig. Es lasse sich aber auch bei wenig Raum ein komfortables Bad schaffen.

«Zuerst muss geklärt werden , welche Funktionen das Bad haben soll und wie dies mit den räumlichen Verhältnissen unter einen Hut gebracht werden kann», erklärt Stammer. Bevor ästhetische Aspekte wie die Wahl von Fliesen oder Armaturen Thema sind, sollte Klarheit über die räumliche Anordnung der Sanitärobjekte herrschen. Um bessere funktionale Bewegungsabläufe im neuen Bad zu schaffen, reiche manchmal schon das Versetzen der Eingangstür, damit sich Dusche, Waschbecken und Toilette besser anordnen lassen.

«Bei der räumlichen Bestandsaufnahme sollten aber nicht nur das Bad, sondern auch die Nachbarräume berücksichtigt werden», rät Wischmann. Möglicherweise lassen sich benachbarte Räume wie Flur, Abstellkammern oder nicht mehr genutzte Kinderzimmer in die Badplanung integrieren.

«Viele Hersteller haben Sanitärobjekte mit geringer Ausladung und kompakten Abmessungen im Angebot, und diese Sanitärobjekte lassen sich teilweise sogar miteinander verbinden», sagt Franz-Josef Heinrichs vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in St. Augustin bei Bonn. Eine neue Anordnung von Badewanne, Dusche, Waschtisch und Toilette ermöglicht eine sogenannte Vorwandinstallation. Dabei werden alle Zu- und Abflussleitungen hinter Vorwandelementen verlegt. Das sieht besser aus und schafft mehr Platz.

Ein häufiges Problem: Der Platz in Minibädern reicht nicht für Dusche und Badewanne. «Extra für diese Zwecke gibt es Kombiwannen, die zum Duschen und zum Baden einladen», erklärt Heinrichs. «Und wer die Badewanne kaum nutzt, kann sich stattdessen oft für eine größere, luxuriösere Dusche entscheiden», rät Stammer.

Optische Weite bieten Duschabtrennungen aus transparentem Material zum Beispiel Glas. Große Spiegel oder komplett verspiegelte Wände schummeln optisch Platz hinzu, so Wischmann. Wer ein Beschlagen durch Wasserdampf fürchtet, lässt sich im Bereich des Waschbeckens hinter der Spiegelwand eine Elektrowandheizung installieren.

«Damit der Raum größer wirkt, sind helle Farben an Wand und Boden zu bevorzugen», betont Wischmann. Zu den Favoriten zählen neben Weiß auch alle Grau- oder Sandtöne. Großformatige Fliesen an Boden und Wänden sehen außerdem besser aus als Mosaikfliesen, da weniger Fugen nötig sind und große Flächen homogener scheinen. Außerhalb der Dusche sollten die Fliesen auch nicht bis zur Decke reichen. Stattdessen eignet sich wasserabweisender, mineralischer Putz.

In kleinen Bädern reicht außerdem oft eine Spiegelbeleuchtung als Lichtquelle, sagt Andreas Lang vom Branchenportal «licht.de» in Frankfurt/Main. Diese Leuchten sollten, um das Ebenbild schattenfrei widerzuspiegeln, rechts und links vom Spiegel angebracht werden.

Steht fürs Minibad nur ein kleiner schlauchförmiger Raum zur Verfügung, können gestalterische Tricks helfen. «Man kann beispielsweise die Wanne an der kurzen Längswand querstellen», sagt Stammer. Optisch verkürzen lasse sich der Schlauchcharakter auch durch eine dunkle Gestaltung dieser Wand im sonst hell gehaltenen Raum. Und in fensterlosen Räumen kann mit Hilfe von beleuchteten Jalousien das Licht von draußen vorgetäuscht werden.

Mit Faltrollos oder Bambusstäben kann die Toilette räumlich abgetrennt werden, heißt es beim Bonner Branchenverband. Und in hohen Altbaubädern sind außerdem Hochschränke, die den Stauraum bis zur Decke ausnutzen zu empfehlen. Dann findet auch noch eine besonders schmale - nur 45 Zentimeter breite - Waschmaschine Platz. Nur spezielle Badmöbel verwenden Möbel aus dem Wohn- oder Schlafzimmer sind nicht ausreichend gegen die Feuchtigkeit im Bad geschützt. Deshalb sollten dort nur Badmöbel aufgestellt werden, rät die Stiftung Warentest in Berlin. Besonders ungeeignet seien Möbelstücke mit freiliegenden Spanplatten oder ungeschützten Massivholz- oder Furnieroberflächen. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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