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Schneebedeckte Blüten auf der Insel Mainau

Konstanz Schneebedeckt liegt sie im Bodensee - die Blumeninsel Mainau.

Wege und Wiesen - alles ist ganz weiß. Und die riesigen, uralten Bäume recken ihr kahles Geäst in den Himmel.

Am Seeufer wiegen die schneebedeckten Eisplatten sanft im Rhythmus der Wellen hin und her. Die Insel mit dem mediterranen Charakter - sie hält scheinbar Winterschlaf. Kaum ein Besucher ist zu sehen. Dass in den Sommermonaten bis zu 7000 Menschen täglich auf die Insel strömen, ist kaum vorstellbar. Jetzt sind nur vereinzelt Spaziergänger zu sehen. «Genau das macht für mich die Insel im Winter auch so attraktiv», erzählt Beate Kopp. Sie besucht gerade in dieser Jahreszeit gerne die größte Touristenattraktion am Bodensee mit jährlich 1,2 Millionen Gästen. «Die Stimmung und die Ruhe, das ist einfach toll. Und das Gefühl, die Insel ganz für sich alleine zu haben, das ist unbeschreiblich.» Ihr Mann Joachim fügt hinzu: «Die Farben sind ganz anders, und diese uralten Mammutbäume sehen richtig mächtig aus. Das sieht man im Sommer so gar nicht.»

Wer genau hinschaut, erblickt unter dem Schnee sogar schon die ersten Osterglocken. Aber das ist noch nicht alles. Jürgen Köslich, Gärtner auf der Mainau, zeigt stolz auf einen Baum am Wegesrand. «Das ist die «Winterblüte» und gleich da drüben, das ist die «Zaubernuss»», erklärt er. Unzählige Knospen und gelb-rote Blüten sind schon an den Ästen zu sehen. Ein faszinierender Anblick: schneebedeckte Blüten im Januar. «Es ist genau dieser Gegensatz, der die Insel im Winter so besonders und reizvoll macht», sagt Köslich.

Im Palmenhaus aus Glas erreicht dieser Gegensatz dann seinen Höhepunkt. Dort können die Besucher unter Palmen, Orangenbäumen und unzähligen Tropenpflanzen Kaffee trinken und Kuchen essen, während es draußen schneit. Köslich zupft von einer dieser Pflanzen ein Blatt ab und zerreibt es in der Hand. Es duftet nach Lebkuchen - und das im Palmenhaus. «Kardamom» erklärt er schmunzelnd.

Doch während man im Palmenhaus bei knappen zehn Grad nur optisch die tropische Stimmung einfangen kann, sieht das im Schmetterlingshaus ganz anders aus. 28 Grad warm ist es dort. Mit einem Schritt entflieht der Gast der Kälte. Doch auch dort sind kaum Gäste. «Das merkt man den Schmetterlingen richtig an», erzählt Florian Heitzmann, Sprecher der Insel Mainau. «Durch die wenigen Besucher fliegen sie viel mehr umher und setzen sich einem sogar auf die Hand.» Und nach diesem «Sommererlebnis» wartet draußen wieder die Winterwelt der Mainau: Schneebedeckt, ruhig und wesentlich kälter.

Blumeninsel Mainau: www.mainau.de Von Julia Henninger, dpa

dpa-infocom


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