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DHB-Bundestrainer Brand zornig über EM-Test

Leipzig(dpa) - Zornig sprang Bundestrainer Heiner Brand beim EM-Test gegen Brasilien vom Stuhl auf, nahm eine Auszeit und beorderte seine Handballer zum Rapport.

Energisch forderte er von seinen nachlässigen und überheblichen Spielern mehr Disziplin und Leidenschaft. So wie er es vorlebt.

Weil es nicht fruchtete, entlud sich seine Wut in der Pause umso mehr. «In der Halbzeit wurde es etwas lauter. Wir wussten, dass wir - Entschuldigung - einen Scheißdreck gespielt haben», gestand Kapitän Michael Kraus und hatte volles Verständnis für Brands Reaktion: «Er ist immer mit Herz dabei und allem, was er hat. Er lebt Handball. Es ist ganz natürlich, dass man da auch mal ausflippt.»

Seine Spieler beherzigten die Brand-Sätze, gewannen den letzten Test sechs Tage vor der Europameisterschaft in Österreich in Mannheim gegen Brasilien mit 34:22 (17:14). Der erwartete Kantersieg war ein Erfolgserlebnis, ein Gradmesser jedoch nicht. «Es ist immer besser, mit einem Sieg zu einem Turnier zu fahren. Aber Brasilien ist nicht der Maßstab für das, was uns bei der EM erwartet», urteilte Kraus. In der Vorrundengruppe spielt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen drei frühere Finalgegner von WM und EM: Am 19. Januar (18.30 Uhr) gegen Polen, einen Tag später (18.30 Uhr) gegen Slowenien und zum Abschluss am 22. Januar (18.15 Uhr) gegen Schweden.

11 000 Besucher in der Mannheimer SAP Arena sahen die glanzlose EM-Generalprobe, in der allein der zehnfache Torschütze Uwe Gensheimer überzeugte. «Wir haben sehr viele Fehler gemacht, was uns in Österreich nicht passieren darf. Vielleicht war das zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug», meinte Spielmacher Kraus. Brand setzt nun für die EM auf die Rückkehr der Leidenschaft. «Wir können nur gut spielen, wenn wir 100 Prozent Einsatz und Willen zeigen. Ich hoffe, dass die Mannschaft das aus diesem Spiel gelernt hat», sagte der Bundestrainer.

Er selbst ist immer mit vollem Einsatz dabei. Wenn ihm etwas nicht passt, bekommen dies nicht nur die eigenen Spieler zu hören und zu sehen, sondern auch Schiedsrichter oder gegnerische Akteure. Schon legendär ist sein Ausraster bei der vergangenen WM in Kroatien, als er in ohnmächtiger Wut mit verzerrtem Gesicht und erhobener Faust den slowenischen Referees Krstic/Ljubic nachlief. Zuletzt beim Länderspiel gegen Österreich nahm er den Kreisläufer des EM- Gastgebers, Patrick Fölser vom Bundesligisten HSG Düsseldorf, nach zwei Fouls aufs Korn.

«Wenn das ein Trainer nicht macht , kann er in Rente gehen. Und gegenüber manchen Bundesliga-Trainern bin ich ja noch ruhig», befand er und verteidigte seine emotionalen Ausbrüche, «bei der letzten WM war es eine Extremsituation, weil es das Ergebnis beeinflusst hat. Aber das wird nicht wieder vorkommen. Und wenn einer so spielt wie er, noch dazu ein Bundesliga-Spieler, werde ich ihm auch weiter Bescheid sagen.» Von Martin Kloth, dpa

dpa-infocom


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