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Neue Tennis-Pläne sollen Davis Cup nicht antasten

Melbourne Trotz der revolutionären Ideen für einen neuen Tennis-Mannschaftswettbewerb soll der 110 Jahre alte Davis Cup nicht geopfert werden.

Das hat einer der Initiatoren betont, nachdem die Pläne für einen alle zwei Jahre ausgetragenen World Cup auf Zurückhaltung beim Internationalen Tennis-Verband (ITF) gestoßen waren. Der Weltranglisten-Dritte Novak Djokovic hatte die Anregungen für ein neues Format öffentlich gemacht und erklärt, man müsse für etwas Neues etwas anderes opfern.

«Wir wollen sicher nicht den Davis Cup ersetzen, das ist auf keinen Fall unsere Absicht», sagte James Hird von der Sport- und Marketingfirma gemba in Melbourne. «Aber es gibt einen Verbraucher, der mehr will. Und wenn wir einen neuen Fan zum Tennis bringen, erreichen wir, was wir möchten.»

Der World Cup soll nach den seit 14 Monaten ausgeklügelten und vor einem halben Jahr intern vorgestellten Plänen mit 32 Mannschaften über zehn Tage an einem Ort stattfinden. Die Teilnehmerländer sollen in acht Vorrundengruppen aufgeteilt werden und dann in K.o.-Runden ab dem Viertelfinale den Sieger ermitteln. Geplant sind kürzere Tiebreaks und sogar vorgeschriebene Auswechslungen der Spieler während eines Matches über maximal fünf Sätze.

Diese Neuerung käme einer Revolution im Tennis gleich, wo Reformen zuletzt nur schwer durchzusetzen waren. So scheiterte die Einführung einer Vorrunde bei kleineren Herren-Turnieren. Der World Cup soll zudem zusätzlich im Turnierkalender untergebracht werden, der nach Ansicht vieler Profis bereits zu lang ist. Erst am Mittwoch hatte Thomas Haas für einen späteren Beginn der Australian Open und ein früheres Saisonende plädiert.

Der Weltverband ITF sprach in einer Stellungnahme von «einigen interessanten Elementen», aber auch von «vielen Herausforderungen», denen man sich stellen müsse, wenn der Wettbewerb Erfolg haben soll. «Nur die Zeit wird erweisen, ob sich ein neuer Wettbewerb einen festen Platz im Tennis-Kalender sichern kann.» Zudem verwies der Verband auf einen laufenden Fünfjahresvertrag mit der Herren-Profi- Organisation ATP, der den Spielern Ranglistenpunkte für ihre Davis- Cup-Ergebnisse sichert und neue Rahmentermine festgelegt hatte.

Der Weltranglisten-Vierte Andy Murray meinte in der Zeitung «The Times» zu den Plänen: «Ich bin ein großer Davis-Cup-Fan. Aber wenn entschieden werden sollte, ihn abzuschaffen oder etwas anderes im Kalender zu ändern, wäre der World Cup eine faszinierende Idee.» Der Australier Lleyton Hewitt, selbst schon Davis-Cup-Sieger, war weniger angetan: «Es müsste schon etwas viel Besseres als der Davis Cup sein.»

Neben dem Davis Cup, der früher ohne Tiebreak gespielt wurde, hat sich der 1978 erstmals ausgetragene World Team Cup in Düsseldorf als Mannschafts-Wettbewerb im Herren-Tennis etabliert, weil das einwöchige Turnier im Mai den Profis mehrere Matches als Vorbereitung auf die French Open garantieren kann.

dpa-infocom


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