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Dirk Nowitzkis 20 000-Punkte-Coup: «Nichts wert»

Dallas Als erster Europäer hat Basketball-Superstar Dirk Nowitzki in der NBA die 20 000-Punkte-Marke geknackt.

Doch dem Würzburger war nach der unnötigen 95:100-Niederlage der Dallas Mavericks gegen den Titelverteidiger Los Angeles Lakers gar nicht zum Feiern zumute.

«Das interessiert mich überhaupt nicht», meinte der 31-Jährige nach dem Spitzenspiel der Western Conference in der nordamerikanischen Profiliga. «In zehn oder zwanzig Jahren wird es eine große Leistung sein. Ich werde darauf zurückblicken und stolz sein. Doch im Moment ist es gar nichts wert.»

20 491 Zuschauer im ausverkauften American Airlines Center feierten 10:57 Minuten vor der Schlusssirene Kapitän Nowitzki mit Ovationen. Mit einem Sprungwurf übertraf er die 20 000-Punkte-Marke und kann nun nach 876 NBA-Begegnungen 20 001 Zähler vorweisen - als 34. Spieler überhaupt. Von diesen sind nur noch fünf aktiv: Shaquille O'Neal (Cleveland Cavaliers), Allen Iverson (Philadelphia 76ers), Kevin Garnett und Ray Allen (beide Boston Celtics) sowie Kobe Bryant von den Lakers.

«Dirk hätte lieber gewonnen als die 20 000 Punkte. Deswegen ist er so enttäuscht», erklärte sein Trainer Rick Carlisle. «Er ist ein Junge mit einem puren Basketball-Herz. Er hat alles dafür getan, um zu gewinnen.» Auch für den Coach war es «ein besonderer Moment, als das Publikum aufgestanden ist und ihm - minutenlang, wie mir es schien - applaudiert hat. Das hat er sich verdient.»

Mit 30 Punkten und der persönlichen Saisonbestmarke von 16 Rebounds war Nowitzki zudem der mit Abstand beste Korbjäger der «Mavs». Doch seine Kollegen zogen nicht richtig mit, lediglich Josh Howard kam auf 18 Punkte. «Ansonsten war es ein Beispiel dafür, wie man ein Basketballspiel verliert, das man hätte gewinnen müssen», kommentierten die «Dallas News» die Partie.

Ausgerechnet Kobe Bryant gelang 28 Sekunden vor dem Ende der entscheidende Wurf für die Lakers. Dabei war der Superstar durch eine Rückenverletzung gehandicapt und schleppte sich vor allem durch die ersten beiden Viertel. Bester Werfer beim 15-maligen NBA-Meister war Andrew Bynum mit 22 Punkten.

«Wir hatten unsere Chancen, aber wir haben zu wenig Ruhe reinbekommen», ärgerte sich Nowitzki. «Kobe hat kaum gespielt in der ersten Halbzeit und wir hätten in Führung gehen müssen.» Für Dallas war es die zweite Heimniederlage hintereinander nach dem 93:111 gegen die Utah Jazz. Dennoch bleiben die Texaner hinter den übermächtigen Lakers das zweitbeste Team im Westen.

dpa-infocom


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