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Wilhelm und Neuner: Olympia als Ende und Premiere

Ruhpolding Für die eine soll es der krönende Abschluss einer großen Karriere werden, für die andere ist es eine Premiere: Die beiden deutschen Biathlon-Stars Kati Wilhelm und Magdalena Neuner reisen mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver.

Gleich sind jedoch die Ziele. «Natürlich ist eine Goldmedaille bei Olympia das, was ich in diesem Winter erreichen will», sagt Neuner. «Ich will noch einmal mit Gold von Olympia nach Hause kommen», erklärt Wilhelm.

Während Neuner noch nie beim wichtigsten Sportereignis der Welt dabei war, steht Wilhelm in den Bergen von Whistler vor ihrer vierten Olympia-Teilnahme. 1998 in Nagano war die heute 33-Jährige noch als Langläuferin dabei, ihr Stern ging aber vier Jahre später als Biathletin in Salt Lake City auf, als sie Gold im Sprint und in der Staffel sowie Silber in der Verfolgung gewann.

2006 reiste sie als große Favoritin nach Turin, patzte jedoch zunächst mit Rang sieben im Sprint und als 16. im Einzel. Doch als alle ihre Krisengeschichten bereits formuliert hatten, lief die Sportsoldatin in der Verfolgung zu ihrem dritten Gold. «Das war die größte Genugtuung für mich», sagt Wilhelm, die deshalb den Spielen in Vancouver ganz gelassen entgegen blickt. «Ich brauche niemandem mehr etwas zu beweisen», meint der Routinier im deutschen Team. An Ehrgeiz mangelt es ihr dennoch nicht. «Es ist noch Platz zu Hause für weitere Medaillen, und wenn nicht, wird eben welcher gemacht.»

Zwar läuft es in diesem Winter bislang noch nicht nach Plan für das «Rotkäppchen», ein Podestplatz lässt auch nach dem Sprint von Ruhpolding auf sich warten. Immerhin kam die dreifache Olympiasiegerin bisher aber beschwerdefrei durch den Winter, was man von Neuner nicht sagen kann. Vor Saisonbeginn stoppte die sechsfache Weltmeisterin ein grippaler Infekt, zu Beginn des Jahres plagte sie eine Erkältung. Und aus Oberhof musste sie vorzeitig abreisen, weil ein Wirbel im Rücken blockiert war. «Ich denke, ich habe jetzt alles durch und kann mich jetzt auf Olympia konzentrieren», sagte die 22-Jährige nach Platz drei im Sprint.

Der erste Start bei den Winterspielen ist seit Beginn der Vorbereitung im Hinterkopf. «Die Rennen in Vancouver sind die Höhepunkte des Jahres», meint die Wallgauerin. Viele Tipps will sie sich von Olympia-Veteran Wilhelm vor ihrer Ringe-Premiere aber nicht geben lassen. «Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich freue mich besonders darauf, auch andere Sportarten zu sehen», sagte Neuner am Donnerstag in Ruhpolding. «Sie soll Olympia genießen und sich vielleicht nicht von all dem anstecken lassen, was drum herum passiert», rät Wilhelm.

Für sie werden es definitiv die letzten Spiele sein, ob auch die letzte Saison, lässt sie noch offen. «Gäbe es einen besseren Zeitpunkt, als nach den Olympischen Spielen und dann hoffentlich mit einer Medaille seine Karriere zu beenden?», fragt sie, um jedoch gleich hinzuzufügen. «Es gibt auch Gründe, danach noch weiterzumachen. Schließlich macht es mir Spaß.» Eine weitere Parallele zwischen ihr und Neuner. Von Lars Reinefeld, dpa

dpa-infocom


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