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Nur die Rodel-Frauen trotzen Wintersturm «Daisy»

Winterberg Die deutschen Rodel-Männer schwächelten inmitten von Wintersturm «Daisy» fast ausnahmslos.

Verlass war beim Heim-Wochenende in Winterberg hingegen wieder einmal auf die «Power-Frauen».

Fünf Wochen vor Olympia untermauerten die von Natalie Geisenberger angeführten deutschen Rodlerinnen erneut ihre Vormachtstellung und machten in der Eisrinne im Hochsauerland den 96. Weltcup-Sieg in Serie perfekt. Weniger gut lief es in der Endphase auf die Winterspiele dagegen bei den Männern und Doppelsitzern: Lediglich David Möller sowie Patric Leitner und Alexander Resch konnten mit ihren dritten Plätzen überzeugen.

«Meine Lieblingsbahn wird das hier nicht mehr», hatte Geisenberger nach ihrem durchwachsenen Training noch gehadert. Doch wie schon vor 13 Monaten bei ihrem ersten Weltcup-Sieg kam die Olympia-Hoffnung im Rennen mit der Bahn am besten zurecht und beendete dank des minimalen Vorsprungs von zehn Tausendstelsekunden die Siegesserie von Tatjana Hüfner. «Ausschlaggebend war der gute Start», erklärte die 21-Jährige ihren fünften Weltcup-Sieg.

Hüfner musste sich nach zuletzt drei Siegen in Serie zwar mit Platz zwei begnügen, war nach Tagesbestzeit im zweiten Lauf dennoch zufrieden. «Nach den schlechten Fahrten im Training bin ich von Platz zwei überrascht», sagte die 26-Jährige, die zum Abschluss auch den Sieg in der Team-Staffel bejubeln durfte.

Bei den Männern konnte allein der vor Olympia immer besser in Fahrt kommende zweimalige Weltmeister Möller mit der Weltspitze mithalten. Vier Tage vor seinem 28. Geburtstag fuhr der Thüringer im zweiten Lauf sogar Tagesbestzeit und schloss noch zum Italiener Armin Zöggeler, der seinen 48. Weltcup-Sieg einfuhr, und Albert Demtschenko (Russland) auf. «In der Vorbereitung auf die Winterspiele bin ich auf dem richtigen Weg», bilanzierte Möller - und hofft angesichts weiterer Trainingsschichten auf eine Steigerung. «Drei Hundertstel am Start können unten schon eine Zehntelsekunde ausmachen.»

Restlos bedient war nach seinem verpatzten Auftritt der zweimalige Weltmeister Felix Loch. Durch einen schweren Fahrfehler stürzte der 20-Jährige im ersten Lauf auf den 30. Rang ab. Mit Wut im Bauch startete Loch im zweiten Durchgang zur Aufholjagd, mehr als Rang 17 kam aber nicht mehr heraus. Auch Andi Langenhan - neben Möller und Loch dritter Olympia-Starter - blieb mit Rang zwölf unter den Erwartungen.

Nur mit Spritzen wegen einer Entzündung im Hüftbereich konnte Doppelsitzer-Olympiasieger Resch an den Start gehen, für den «Bayern- Express» reichte es aber dennoch zum dritten Podestrang im Olympia- Winter. «Wirklich bezaubernd gefahren sind wir nicht. Wir haben die zwei schlechtesten Läufe der ganzen Woche abgeliefert und sind sehr froh, dass es noch fürs Stockerl gereicht hat», sagte Leitner, der beim Sieg der Italiener Christian Oberstolz/Patrick Gruber noch von Rang sechs auf das Podest fuhr.

Total sauer waren André Florschütz und Torsten Wustlich. Die Olympia-Zweiten von 2006 fielen im zweiten Lauf von Platz vier auf Rang zwölf zurück und verteidigten nur hauchdünn ihre Führung in der Gesamtwertung. «Ich hatte eine Windböe nach der anderen. Ich weiß nicht, wie man so einen Lauf starten kann. Das ist irregulär», schimpfte Florschütz. Widerspruch kam von Resch: «Man darf nicht vergessen, dass wir nach wie vor eine Freiluftsportart sind.»

dpa-infocom


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