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Pärson kommt in Olympia-Schwung

Flachau Rechtzeitig vor Olympia kommt Titelkampf-Spezialistin Anja Pärson wieder in Medaillenform.

Dabei war die Serien-Siegerin früherer Jahre nach einer verkorksten WM im vergangenen Winter und einem mäßigen Start in diese Weltcup-Saison auf dem Podest schon fast in Vergessenheit geraten.

Doch spätestens nach ihren ersten beiden Saison-Podiums im österreichischen Haus hat die Konkurrenz die 28 Jahre alte Schwedin wieder auf dem Zettel - und die siebenmalige Weltmeisterin selbst fühlt sich gerüstet. «Ich hoffe, ich kann Medaillen gewinnen», ließ die erfolgreichste Allrounderin der aktuellen Ski-Generation wissen.

Nicht allein die von Pärson benutzte Mehrzahl ist Indiz für das erstarkte Selbstvertrauen des Medaillen-Hamsters. Denn während die Konkurrenz nach Lindsey Vonns Haus-Hattrick fast in Ehrfurcht vor der 25-jährigen Amerikanerin zu erstarren schien, meinte die zweimal Zweitplatzierte: «Auch Lindsey ist schlagbar - jede ist schlagbar. Es gibt viele Rennen in einer Saison.» Und gerade bei Olympia spielen die Nerven eine besondere Rolle, und die hat die Schwedin im Griff.

Warum sollte Pärson auch kuschen? Im Weltcup lag der letzte ihrer 40 Siege zwar schon fast genau ein Jahr zurück und im Februar vergangenen Jahres blieb sie in Val d'Isère nach Slalom-Rang neun als bestem Resultat erstmal bei Weltmeisterschaften ohne Medaille. Aber oft genug bei Großereignissen hat die zweimalige Gewinnerin des Gesamtweltcups abgeräumt, so dass Maria Riesch, Vonn und Co. ihre forschen Ankündigungen sehr ernst nehmen werden.

15 Einzelmedaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen hat das 1,70 Meter große und 81 Kilo schwere Kraftpaket schon eingeheimst. Dabei ist Pärson, die im vergangenen Winter zum wiederholten Male mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, die einzige Skirennfahrerin, die in allen fünf Disziplinen Weltmeisterin wurde. Mehr WM-Einzelmedaillen als die zehn der blonden Schwedin konnte überhaupt nur die Deutsche Christl Cranz (15) in den 1930er Jahren gewinnen.

Ob die Ausnahmesportlerin, die sich auch als Athletensprecherin für mehr Sicherheit im alpinen Skisport engagiert, über diesen Winter hinaus Siegen und Medaillen hinterherjagen wird, lässt sie noch offen. Zumindest über eine Reduzierung ihres Wettkampf-Programms denkt sie nach: «Ich glaube schon, dass das meine letzte Saison mit vier Disziplinen sein wird. Meine Knie wollen nicht mehr unbedingt jeden Tag skifahren», sagte Pärson zu Saisonbeginn. «Ich habe mal zu meinem Körper gesagt: Das ist das letzte Jahr, in dem wir jeden Tag kämpfen müssen. Nach der Saison habe ich vielleicht ein neues Gefühl für meinen Körper, dann mache ich weiter.» Ein paar Olympia-Medaillen in Vancouver würden sich für Anja Pärson sicher gut anfühlen - und könnten ihre Entscheidung beeinflussen. Von Michael Becker, dpa

dpa-infocom


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