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«Kleine» Riesch gewinnt bald - Starkes Team

Flachau Als Susanne Riesch vor dem späten Abendessen mit den Teamkolleginnen noch im Hotelzimmer am bitteren Aus kurz vor dem ersten Weltcup-Sieg zu knabbern hatte, blickte der Bundestrainer schon wieder nach vorn.

«Ein Einfädler ist schnell passiert. Susi muss den Ausfall jetzt wegstecken und am Wochenende in Maribor noch mal ein Ergebnis herbringen. Da geht es gar nicht ums Gewinnen, sondern darum, halbwegs vorne dabei zu sein und sich Selbstvertrauen für Olympia zu holen», sagte Mathias Berthold, nachdem die 22-Jährige Skirennfahrerin den Sieg beim Nachtslalom in Flachau ebenso verpasst hatte wie ihre Schwester Maria als Zweite.

«Ich wollte nicht runterbremsen , ich kann ja gar nicht taktisch fahren. Ich muss meine Nervosität noch in den Griff bekommen. Es ist ja noch neu für mich, als Letzte zu starten», nahm die erstmals zur Halbzeit führende Susanne Riesch ihr Aus mit Zwischenbestzeit im zweiten Lauf bemerkenswert sachlich. «Das ist kein Beinbruch, früher oder später gewinnt sie», meinte Berthold tröstend.

Aber der Bundestrainer sprach aber nicht nur der geknickten Ausnahmetechnikerin Mut zu, sondern lobte das ganze Team. Denn während sich Weltmeisterin Maria Riesch auf Rang zwei hinter Österreichs von 10 000 Zuschauern begeistert gefeierten Lokalmatadorin Marlies Schild mit der Führung im Disziplin-Weltcup trösten konnte, machte besonders die zweite Reihe Berthold Freude.

Katharina Dürr (Germering) fuhr erstmals in ihrer Karriere auf Rang fünf vor und Fanny Chmelar (Partenkirchen) löste als Sechste im vorletzten Slalom vor Vancouver das Olympia-Ticket. Die wie Dürr bereits für Olympia qualifizierte Christina Geiger (Oberstdorf) komplettierte das Top-Ten-Quartett, Nina Perner (Karlsruhe/21.) und Kathrin Hölzl (Bischofswiesen/25.) holten noch Punkte.

«Das war mannschaftlich eigentlich ein super Resultat. Jetzt haben wir insgesamt sieben Mädels bei Olympia. Das macht uns stolz», lobte Berthold, der nun sogar ein Luxus-Problem hat: Fünf Torläuferinnen des Deutschen Skiverbands haben die Olympianorm erfüllt, aber der DSV hat pro Disziplin nur vier Startplätze. Mit nach Vancouver dürfen zwar alle, aber beim jetzigen Stand müsste eine Athletin zum Beispiel auf die Kombination ausweichen. Die Riesch-Schwestern als Medaillen- Kandidatinnen sind gesetzt, wer sonst am 26. Februar im Olympia- Slalom an den Start darf, will Berthold «später entscheiden».

Die Enttäuschung über den verpassten Eintrag der Rieschs in die deutschen Ski-Geschichtsbücher konnte aber auch die starke Team- Leistung nicht ganz überdecken. Schließlich hatte es nach dem ersten Lauf mit Maria auf Rang zwei hinter Susanne so ausgesehen, als könnten nach Irene und Maria Epple im März 1982 wieder zwei deutsche Schwestern die ersten beiden Plätze in einem Weltcup holen. «Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen. Der erste Durchgang war eine Demonstration von uns», meinte Maria Riesch.

Immerhin holte die 25-Jährige dank ihres siebten Saison-Podiums im Gesamtweltcup mit nun 782 Punkten auf die ausgeschiedene Lindsey Vonn (894) auf. Noch schlechter als für Vonn lief es für die Schwedin Anja Pärson, die nach einem Sturz mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung ins Krankenhaus musste.

dpa-infocom


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