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Trotz Tournee-Einbruchs: DSV setzt auf Schuster

Bischofshofen Auf dem angestrebten Weg zum Gipfel sind Deutschlands Skispringer bei der Vierschanzentournee abgestürzt, doch ungeachtet des herben Rückschlags setzt der Deutsche Skiverband (DSV) auf eine langfristige Zusammenarbeit mit Bundestrainer Werner Schuster.

«Wir haben uns schon zusammengesetzt und sind uns einig. Wir werden den Vertrag am Saisonende bis 2014 verlängern», sagte Sportdirektor Thomas Pfüller der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Obwohl Martin Schmitt & Co. bei der Tournee einen Einbruch erlitten haben, sieht man im Verband für Olympia nicht schwarz. «Ich habe das Vertrauen in Schuster, dass er psychologisch mit den Leuten so arbeitet, dass sie ihr Leistungsvermögen in Vancouver ausschöpfen. Er ist der richtige Mann, der in der Lage sein wird, am Tag X das Beste aus den Athleten herauszukitzeln», erklärte Pfüller.

Dass dies bei der Vierschanzentournee nicht gelungen ist, hat für den Sportdirektor einen einfachen Grund. «Wir gehören derzeit nicht zur absoluten Spitze. Wenn die Stabilität fehlt, rutscht man bei schwierigen Bedingungen schnell mal aus dem Finale und damit aus dem Gesamttableau heraus», stellte Pfüller fest. So geschehen bei Schmitt sowie Michael Uhrmann und Michael Neumayer, die im Vorjahr zusammen für neun Top-Ten-Plätze gesorgt hatten. Bei der 58. Auflage schaffte es auf den ersten drei Stationen lediglich Pascal Bodmer als Achter in Innsbruck einmal in die Top Ten.

Entsprechend negativ fällt Pfüllers Bilanz aus. «Natürlich können wir nicht zufrieden sein. Wir hatten erwartet, deutlich besser dazustehen», sagte er. Bei den älteren DSV-Springern rächt sich immer wieder eine einseitige Ausbildung. Denn über viele Jahre hinweg wurden Stereotypen entwickelt, deren System bei widrigen Bedingungen nicht funktioniert. «Wenn die Spur schiebt, Schnee fällt oder Rückenwind bläst, also Bedingungen herrschen, wo man sich umstellen muss, sind die Älteren dazu nicht in der Lage. Da lässt sich auch nicht mehr viel machen», meinte Pfüller.

Er setzt daher auf die Nachfolge-Generation um Senkrechtstarter Bodmer, der «ganz anders ausgebildet ist und hervorragende Ansätze hat», so Pfüller. Für Schuster ist der 19-Jährige ein Glücksfall, denn der Youngster geht unbekümmert voran und ist Vorbild für den Nachwuchs. «Bodmer ist der erste Zündfunke. Es ist erfrischend, ihn im Team zu haben», meinte der Bundestrainer.

Dieses Urteil ließe sich auch auf den Coach selbst übertragen. Der 40 Jahre alte Österreicher hat es seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2008 verstanden, eine positive Grundstimmung zu erzeugen. Beim Aufbau neuer Strukturen lässt sich Schuster, dessen derzeitiger Kontrakt bis nach der WM 2011 läuft, auch durch Rückschläge nicht aus der Bahn werfen. «Er hat den notwendigen Ehrgeiz und will zeigen, dass er junge Leute entwickeln kann», lobte Pfüller.

Bis Vancouver muss der Bundestrainer aber erst mal seine «alten Hasen» flottkriegen. Wenn das gelingt, stehen die Chancen auf Edelmetall mit der Mannschaft nicht schlecht. «Ich bin nach wie vor zuversichtlich. An der Situation hat sich nicht viel geändert. Die Österreicher sind weit voraus, alle anderen sind nicht besser als wir», sagte Schuster. Von Eric Dobias, dpa

dpa-infocom


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