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Kritik an Liverpool-Coach Benitez nach Pokal-Aus

London Nach dem blamablen Aus im FA-Cup gegen Zweitligist FC Reading steht Liverpools Trainer Rafael Benitez schwer unter Beschuss.

«So long, Rafa!», rief ihm Großbritanniens auflagenstärkste Boulevardzeitung «The Sun» hinterher und erklärte: «Seine Zukunft hängt am seidenen Faden.».

Der «Daily Mirror» sieht den Spanier nach «desaströsem» Saisonverlauf ebenfalls um seinen Job ringen, die «Daily Mail» sprach von «Rafas langem Abschied». Selbst die seriöse «Times» prophezeite Benitez einen «Überlebenskampf».

Der Attackierte blieb trotz großer Enttäuschung ruhig. «Alle reden über mich, aber ich werde weiter hart mit meiner Mannschaft arbeiten», kündigte Benitez auf der Vereins-Webseite an, gab aber auch zu: «Unsere Lage ist wirklich schlecht.» Auf Journalistenfragen, wie er mit dem Druck klarkommen werde, antwortete der Spanier schulterzuckend: «Ich versuche, mein Bestes zu tun.».

Im Wiederholungsspiel gegen Reading gelang dies seiner Elf einmal mehr nicht. Nach der glücklichen Führung durch ein Eigentor von Ryan Bertrand zum Halbzeitpfiff (45.+1) glich der trainerlose, gegen die Relegation kämpfende Zweitligist durch einen von Gylfi Sigurdsson geschossenen Foulelfmeter in letzter Sekunde aus (90.+4). In der Verlängerung sorgte Shane Long (100.) für den ersten Sieg der «Royals» im Liverpooler Stadion an der Anfield Road überhaupt.

Benitez, seit 2004 bei den «Reds», scheint das Glück verlassen zu haben. Vergangene Saison lieferte sein Team Manchester United noch ein heißes Meisterschaftsrennen, konnte aber am Ende nicht verhindern, dass United den 18. Titel holte und mit Englands bis dahin alleinigem Rekordmeister gleichzog. Diese Saison ging für den FC Liverpool so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte. Benitez' Team wirkte dabei häufig müde. Auf Kreativität, Spiellaune und den legendäre Kampfeswillen hofften die Fans meist vergebens.

Nach dem Fehlstart in der Premier League belegt Liverpool abgeschlagen den siebten Tabellenplatz. Die Champions-League- Qualifikation, die Benitez bereits versprach, ist alles andere als garantiert. Aus Europas Königsklasse verabschiedete man sich früh, nun ging auch die Hoffnung auf den traditionsreichen FA-Cup verloren, den Liverpool mit Benitez zuletzt 2006 holte. Bleibt nur noch die Europa League, doch zu allem Überfluss verletzten sich gegen Reading Kapitän Steven Gerrard und Torjäger Fernando Torres. Das Bangen der «Reds» geht weiter. Von Henning Hoff, dpa

dpa-infocom

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