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Zurückhaltung auf Transfermarkt - Ausnahme Schalke

Düsseldorf In wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigen die Vereine der Fußball-Bundesliga große Zurückhaltung im Winterschlussverkauf.

Nur 24 neue Profis für knapp über sieben Millionen Euro nahmen die 18 Vereine bis kurz vor dem Rückrundenstart an diesem Wochenende unter Vertrag.

Im Gegenzug verließen eben so viele Spieler die Clubs, die durch Verkäufe lediglich 4,35 Millionen Euro einnahmen. Das ergab eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings haben die Vereine noch die Chance, ihre Kader auf- oder abzurüsten. Denn die Transferperiode II endet erst am 1. Februar.

In der Winterpause vor einem Jahr hatte die Eliteliga bis zum Transferschluss für fast 20 Millionen Euro nachgerüstet. Einen Investitionsrekord stellten die Vereine diesmal schon vor der laufenden Spielzeit auf, als sie für 221,75 Millionen Euro neue Spieler holten. Zählt man die Januar-Ausgaben von 7,275 Millionen Euro hinzu, steigt das gesamte Transfer-Volumen für die Saison 2009/2010 auf fast 230 Millionen Euro.

Spektakuläre Nachbesserungen wie im vorigen Winter, als u.a. Junioren-Nationalspieler Toni Kroos von München nach Leverkusen wechselte, blieben diesmal aus. Am aktivsten auf dem Schnäppchenmarkt war ausgerechnet der notorisch klamme FC Schalke 04. Trainer und Manager Felix Magath ging kräftig auf Einkaufstour und verpflichtete für rund 2,8 Millionen Euro gleich sechs neue Profis, darunter in Peer Kluge (1. FC Nürnberg/1,5 Millionen Euro) und Alexander Baumjohann (Bayern München/1,0) zwei der teuersten Wintereinkäufe.

Hinzu kamen Edu, die Perspektivspieler Bogdan Müller und Tore Reginiussen und neben Rückkehrer Zé Roberto (war an Flamengo Rio de Janeiro verliehen) der mazedonische Nationalstürmer Besart Ibraimi. Er sei ihm «zugelaufen, ohne dass ich etwas dafür konnte», sagte Magath, der seine Shopping-Tour nun wohl beendet hat. «Ich wurde schon ermahnt, jetzt mal aufzuhören», räumte Magath im «kicker» (Donnerstag-Ausgabe) ein. Im Gegenzug verließen nur Lubos Hanzel und Lewan Kobiaschwili, der Hertha BSC im Abstiegskampf helfen soll, den Revierclub. Doch es ist kein Geheimnis, dass der Tabellen-Zweite aus dem nun viel zu großen Kader gern noch einige (teure) Profis streichen würde. «Wir haben in neue Spieler investiert, um am Ende vielleicht ins internationale Geschäft zu kommen», betonte Magath.

Den umgekehrten Weg ging der FC Bayern. Weil Trainer Louis van Gaal lieber mit einem überschaubaren Kader arbeitet, sortierte er gleich vier Spieler aus. Neben Baumjohann verließen der unzufriedene Luca Toni (AS Rom) sowie Breno und Andreas Ottl (beide Nürnberg) auf Leihbasis den Verein. Zum Glück für den «Club», der im Abstiegskampf nun auf zwei «preiswerte» Defensivspezialisten bauen kann. Insgesamt setzte sich der Trend zu günstigen Leihgeschäften fort. Als «Knaller» bezeichnete der Mainzer Manager Christian Heidel den Ungarn Adam Szalai, der zuletzt für Real Madrid Castilla spielte und für 200 000 Euro bis Saisonende ausgeliehen wurde. Den teuersten Einkauf leistete sich der SC Freiburg mit dem Senegalesen Papiss Cissé, der für angeblich 1,6 Millionen Euro vom FC Metz geholt wurde.

Fast die Hälfte der Liga vertraut weiter den bewährten Kräften oder fand nichts Passendes. Borussia Dortmund, Meister VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim, Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln und Herbstmeister Bayer Leverkusen holten keinen neuen Spieler. Neben den Bayern gab Leverkusen die meisten Profis (4) ab, darunter Theofanis Gekas. Schlusslicht Hertha lieh den griechischen Stürmer für 600 000 Euro aus und hofft, mit den Treffern des ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönigs den Abstieg verhindern zu können. Von Ulli Brünger, dpa

dpa-infocom

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