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Warum sich die Onlinedienste der Konsolen lohnen

Berlin Manuel Mohr steht der Schweiß auf der Stirn. Nur noch ein Punkt, und das wichtigste Tennisspiel seines Lebens ist verloren.

Der Ball fliegt mit 219 Sachen übers Netz. Mohr erwischt ihn nicht. Vorbei - das Publikum bejubelt einen Nobody aus Australien.

Die virtuelle Tenniswelt hat einen neuen Star. Denn Mohr ist der Drittplatzierte der Tabellen des Videospiels «Top Spin 2». Und das wäre er nie geworden, wenn er seine Konsole nicht ans Internet angeschlossen hätte.

Der Koch aus Berlin zählt weiterhin zu den Besten der Welt, in der «Intertopspin Tour Liga». «Für mich ist das Spiel über Xbox Live, Microsofts Onlineservice für die Xbox 360, so aufregend wie ein echter Sport.» Die Möglichkeit, mit der Konsole online zu gehen, habe für ihn den Ausschlag gegeben, sich das Gerät zuzulegen.

Immer mehr Spieler messen sich mit Gegnern irgendwo auf der Welt. Fast jeder aktuelle Titel hat einen Onlinemodus, der sich aktivieren lässt, wenn die Konsole mit dem Netz verbunden ist. Erst habe er «Top Spin 2» offline gespielt, sagt Mohr. «Doch erst, als ich gegen echte Menschen gespielt habe, die über den ganzen Globus verteilt waren, hatte ich das Gefühl, das wahre Spiel entdeckt zu haben.»

Was bei Microsoft Xbox Live heißt, ist bei Sony das Playstation Network und bei Nintendo mit der Wii die Virtual Console. Lohnenswert sei der Blick in die Onlineangebote allemal, so Tim Rittmann, freier Videospiel-Journalist aus Hamburg. «Oft finden sich dort sogar kostenlose Erweiterungen und Spieleinhalte.» Und zunehmend gehen die Möglichkeiten über das Daddeln hinaus. So hat etwa Microsoft jüngst Facebook, Twitter und Last.fm in Xbox Live eingebunden.

«Mit Menschen rund um den Globus zusammen oder gegeneinander spielen, miteinander chatten oder sprechen, Xbox Live setzt auf Kommunikation», sagt Felix Petzel von Microsoft. Ein Beispiel, wie sich die Möglichkeiten der Onlineverbindung ausreizen lassen, ist die Show «Einer gegen Hundert». Via Xbox Live konnten dabei 100 Spieler gegeneinander antreten und ihr Allgemeinwissen unter Beweis stellen. Dieser testweise absolvierten Ausgabe der Show sollen weitere folgen.

Auch DVD- oder Blu-ray-Player und der Gang zur Videothek werden durch den Onlinedienst und das Playstation Network im Prinzip überflüssig. Nutzer des «Zune»-Videomarktplatzes, den Microsoft im Herbst 2009 in Xbox Live gestartet hat, konnten zuletzt auf 200 bis 300 Filme in HD-Qualität zugreifen.

Sony hat sein Network im November 2009 um den Video Delivery Service erweitert. Zum Start standen gut 500 Filme - auch sie in HD-Qualität - zum Herunterladen auf die Playstation 3 und auch auf die Playstation Portable (PSP) bereit. Der Kauf zu Preisen ab knapp acht Euro pro Streifen ist ebenso möglich wie die Ausleihe in Form eines zeitlich befristeten Downloads (ab knapp drei Euro).

Nutzer der Konsolen-Dienste sollte die Kosten beachten: Bei Xbox Live ist nur der «Silver Account» gratis. Die Gold-Mitgliedschaft kostet im Jahr knapp 60 Euro, sagt Rittmann. «Und wer im Wohnzimmer kein Kabel verlegen will, muss nochmal etwa 80 Euro für einen Kabellos-Adapter investieren.»

Hier sind die Playstation 3 und Nintendos Wii klar im Vorteil: Die Hersteller bieten Mitgliedschaften kostenlos an und haben eine WLAN-Karte im Gerät verbaut. Aber egal, welche Konsole: Hinzu kommen die Kosten für den Internetanschluss. «Die schöne neue Internetwelt kostet etwas, das sollte man nicht vergessen», sagt Tim Rittmann. Von Thilo Mischke, dpa

dpa-infocom


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