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SAP lenkt im Kunden-Wartungsstreit ein

Walldorf Der Softwarehersteller SAP hat die Investitionszurückhaltung der Unternehmen im Krisenjahr 2009 deutlich zu spüren bekommen.

Der Umsatz des Weltmarktführers für Unternehmenssoftware fiel um neun Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.

Die Börse reagierte am Donnerstag dennoch mit einem Kurssprung von zeitweise mehr als drei Prozent im DAX auf die vorläufigen Zahlen. Händler hatten für den Softwarekonzern deutlich schwächere Zahlen erwartet.

Angaben zum Gewinn und den Aussichten für das laufende Jahr 2010 machte SAP-Chef Léo Apotheker nicht, sondern verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 27. Januar. Der Manager lenkte aber im monatelangen Streit mit Kunden um höhere Wartungskosten ein. Nachdem es in den Stammmärkten Deutschland und Österreich starke Proteste von mehreren tausend Unternehmen gegen höhere Preise für die Wartung ihrer Software gegeben hatte, nahm der Manager am Donnerstag einen Teil der angekündigten Neuerungen zurück.

So soll die qualitativ höherwertige und teurere Wartung die bisherige Standardwartung in Deutschland und Österreich nicht mehr ersetzen. Beide sollen nebeneinander angeboten werden. «Das neue Support-Modell der SAP ist die direkte Antwort auf die vielen Gespräche, die wir mit unseren Kunden und Anwendervereinigungen geführt haben», erklärte Apotheker den Strategiewechsel. «Wir haben dabei die Rückmeldungen und Vorschläge unserer Kunden weltweit berücksichtigt.»

Neben dem Rückgang des Gesamtumsatzes sackten 2009 die Erlöse aus dem Geschäft mit Software um 28 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro ab. Beim Umsatz mit Software- und softwarebezogenen Dienstleistungen verloren die Walldorfer im Jahresvergleich fünf Prozent auf etwa 8,2 Milliarden Euro. Dieser Wert gilt bei Europas führender Softwareschmiede als Richtwert für die Geschäftsentwicklung.

SAP-Chef Apotheker hatte dem Konzern in den vergangenen Monaten ein striktes Sparprogramm verordnet. Mehr als 3700 Stellen wurden gestrichen. Das war der erste Jobabbau in der Unternehmensgeschichte der Walldorfer. Ende des Jahres hatte SAP weltweit 47 800 Arbeitsplätze. Der Manager hat bereits angekündigt, in diesem Jahr keine weiteren Arbeitsplätze zu streichen.

dpa-infocom


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