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Börsenspiele: Training für den echten Handel

Berlin/Mannheim Aktien und Fonds am Computer kaufen und verkaufen, und das zum richtigen Zeitpunkt: Im richtigen Anlegerleben sollte das reibungslos funktionieren. Denn jede falsche Entscheidung kann eine Menge Geld kosten.

In Online-Simulationen können Anleger Trainingseinheiten absolvieren. So steht das «Planspiel Börse» der Sparkassen schon seit mehr als 25 Jahren Schülern offen - seit 2008 gibt es das Spiel auch für Studenten. Europaweit treten Teams gegeneinander an, um im fiktiven Wertpapierhandel Erfahrung für den echten Markt zu sammeln.

Sich mit Spielgeld im geschützten Raum ausprobieren können aber auch Erwachsene. Meist genügt eine Registrierung auf dem jeweiligen Portal, um mit einem vorgegebenen Startkapital zwischen 20 000 und 50 000 Euro zu traden. Jeder Spieler oder jede Spielergruppe hat ein eigenes Depot, um Strategien auszutesten und zum Ende der Spielzeit den größtmöglichen Gewinn zu erzielen.

Jedem Anleger offen stehen zum Beispiel das «F.A.Z. Börsenspiel» der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, das Börsenspiel der Frankfurter Wertpapierbörse und das zum Online-Broker «Onvista» gehörende Börsenspiel der Community «Tradingbird».

Die Bildung in Finanzdingen hat sich auch der Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen (BVH) mit Sitz in Mannheim zum Ziel gemacht: «Wir führen gerade in ganz Deutschland kostenlose Börsenführerscheine ein», sagt der Vorstandsvorsitzende Jacob Wende, ein 22-jähriger Student der Universität Greifswald. Zielgruppe dieses Crashkurses von 4 mal 90 Minuten seien Interessenten aller Altersgruppen. In Kooperation mit «Onvista» bietet der Verband seinen studentischen Vereinen an deutschen Hochschulen auch ein eigenes Börsenspiel. Einzelspieler und Vereine treten gegeneinander an.

Grundsätzlich ähneln sich die Spielangebote in vielen Punkten: Für eine bestimmte Zeit steht eine Auswahl an Wertpapieren und Fonds zur Verfügung - je nach Spiel variierend. Ob drei Monate oder ein ganzes Jahr Laufzeit: Eine gute Möglichkeit, das Geschehen an der Börse kennenzulernen und sich dabei als Anleger auszuprobieren, seien die Online-Börsenspiele in jedem Fall. «Es geht vor allem darum, erste Erfahrungen zu machen», sagt Karin Baur, Finanzexpertin bei der Stiftung Warentest in Berlin. Es sei wichtig, sich mit den Vorgängen an der Börse vertraut zu machen und die spezifischen Fachbegriffe zu erlernen.

Und wer dabei ist, verfolgt automatisch regelmäßig die Nachrichten in der Wirtschaftspresse. «Dadurch, dass man es selbst erlebt, ergibt sich eine ganz andere Situation», sagt Baur. Auch Wende plädiert dafür, die Aktienwelt persönlich zu erfahren, wenn auch zunächst mit Spielgeld: Schließlich gehe es nicht nur darum, jemandem zu sagen, dass er diese und jene Papiere kaufen soll. Im Rahmen der heutigen Möglichkeiten sollte jeder Anleger das auch selbst am PC tun.

Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden Württemberg in Stuttgart sieht das nicht grundsätzlich anders. Er warnt aber, dass die Spielerfahrungen nicht Eins zu Eins in der realen Börsenwelt umzusetzen sind: «Wer bei Börsenspielen gewinnt, ist der, der am risikoreichsten spielt.» Was aber im Spiel leicht umzusetzen ist, weil der eigene Geldbeutel unberührt bleibt, bedeute in der Wirklichkeit häufig ein großes Verlustrisiko.

Dazu kommt, dass das viele Kaufen und Verkaufen in den Simulationen sich kaum auf den kleinen Anleger übertragen lässt. «Hin und Her macht Taschen leer» - diese alte Börsenweisheit bringt auf den Punkt, dass jeder Handel kostet. Auch das sollten Anleger nicht vergessen - selbst als Sieger im Börsenspiel.

Börsenspiel der Frankfurter Wertpapierbörse: boersenspiel.boerse-frankfurt.com/intro.aspx

«F.A.Z. Börsenspiel» der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: boersenspiel.faz.net

Zum Online-Broker «Onvista» gehörendes Börsenspiel der Community «Tradingbird»: tradingbird.onvista.de

«Planspiel Börse» der Sparkassen für Schüler und Studenten: www.planspiel-boerse.de

Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen (BVH): www.bvh.org Laufzeit der Börsenspiele Die meisten Börsenspiele sind auf zehn bis zwölf Wochen Laufzeit ausgerichtet. Eine vernünftige Geldanlage mit Wertpapieren sei aber immer auf mehrere Jahre angelegt, betont der Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Das sollten Anleger nicht vergessen. Zum Beispiel das Börsenspiel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aber hat den Spielgeldhandel auf unbegrenzte Zeit angelegt. Wer sich hier anmeldet und sein Depot aufbaut, kann es über Monate oder Jahre behalten und beobachten, was seine Strategien bewirken. Von Stefanie Hiekmann, dpa

dpa-infocom


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