pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Geld & Recht       » News       » Steuer-Tipps

Umstrittene «Elena» kann viel mehr

Berlin Die Bundesregierung hat für die neue Datenbank «Elena» von Datenschützern und Gewerkschaften viel Prügel bezogen. Gewarnt wird dabei vor dem «gläsernen Bürger».

Neben berechtigten Sorgen geht unter: Mit «Elena» können Verbraucher ab 2012 sicherer im Internet shoppen oder beim Online-Banking ohne lästigen Papierkram Geschäfte abwickeln.

«Elena» kann viel mehr, als nur ein paar Papierformulare für Sozialleistungen zu ersetzen. Jeder Bürger kann eine lebenslang gültige elektronische Unterschrift - im Fachjargon digitale Signatur genannt - bekommen und sich damit im Netz ausweisen.

Wer häufig seine Online-Bank wechselt, um bei Tages- oder Festgeld die besten Zinsen zu kassieren, muss sich bisher mit dem Personalausweis am Schalter oder bei einem Briefträger der Deutschen Post identifizieren.

Anstelle dieses «Postident- Verfahrens» kann sich der Kunde in Zukunft zu Hause am Rechner mit seiner auf einer Chipkarte gespeicherten persönlichen Signatur ausweisen und einen Kredit oder Kontowechsel beantragen.

Die Industrie steht in den Startlöchern: Lesegeräte für die Chipkarten sollen bald serienmäßig in Computern oder Tastaturen eingebaut sein. Zusätzlich muss aber wie am Geldautomat eine PIN-Nummer eingegeben werden.

Das Online-Geschäft boomt trotz Wirtschaftskrise. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) hat der Handel im Netz 2009 etwa um 15 Prozent auf geschätzte 15 Milliarden Euro zugelegt. Der Versandhandel macht inzwischen mehr als die Hälfte seines Umsatzes im Internet.

Die neue «Elena»-Signatur werde den Online-Verkauf von Elektronik, Mode oder Büchern aber kaum berühren, erklärt bvh-Sprecher Oliver Claas. «Hier läuft ja alles seit Jahren problemlos über die üblichen Zahlungswege.»

Generell rät er Online-Shoppern , vor dem Bezahlen per Kreditkarte oder Lastschrift auf eine verschlüsselte Internetverbindung zu achten, damit die persönlichen Daten nur vom Verkäufer gesehen werden können. Interessant könne die Signatur bei Geschäften sein, die für Minderjährige tabu sind. «Beim Verkauf teurer Weine oder Whiskeys über Online-Shops wird auf einen Altersnachweis geachtet», sagt Claas.

Mit der elektronischen Unterschrift soll es mehr IT-Sicherheit geben. Heute versuchen täglich Betrüger im Netz, Nutzerdaten von eBay, PayPal oder Online-Banken auszuspähen und reiche Beute zu machen. Die Nutzung der Signatur wird aber freiwillig sein.

Nur wer Arbeitslosengeld I, Wohn- oder Elterngeld beantragen will, muss ab dem 1. Januar 2012 die Signatur auf dem neuen Personalausweis, der Gesundheitskarte oder einer seiner Bankkarten gespeichert haben. Sonst gibt es kein Geld vom Staat.

Derzeit prüft die Regierung nach dem öffentlichen Aufschrei, wo «Elena» verbessert werden kann. Seit Jahresbeginn schicken die Arbeitgeber die ersten Daten an die zentrale Speicherstelle. Datenschützer haben die Sammelwut des Staates attackiert und vor Missbrauch gewarnt. Regierungsexperten versichern, das System sei sicher. Ohne Zustimmung des Bürgers könne es keinen unbefugten Zugriff auf die Daten geben.

Informationen rund um Elena: dpaq.de/UYcp2

Elena-Broschüre: dpaq.de/elena-broschuere Von Tim Braune, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen