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Kein Schoßhund: Pudel sind unterschätzte Allrounder

Leer/Windischleuba Pudel haben ein schlechteres Image, als sie es verdient haben.

Schließlich sind die Vertreter der Rasse alles andere als schnöselige Schoßhunde - und für ihre mitunter seltsamen Frisuren können sie nichts.

Pudel sind schlau und lernen schnell. Und weil sie sich ihren Haltern gut anpassen, sind sie nicht nur für Senioren, sondern auch für «Hunde-Anfänger» und Familien bestens geeignet.

«Man unterscheidet vier Pudelarten in verschiedenen Größen», sagt Heidrun Holland vom Deutschen Pudel-Klub in Leer in Ostfriesland. Der Toy-Pudel ist der kleinste und hat eine Widerristhöhe von weniger als 28 Zentimetern. Dann folgen Zwerg- (bis 35 Zentimeter), Klein- (bis 45 Zentimeter) und schließlich mit einer Widerristhöhe von bis zu 62 Zentimetern der Großpudel, oft auch Königspudel genannt. «Die Hunde gibt es in den sechs Standardfarben Schwarz, Weiß, Braun, Silber, Apricot und Rot-falb.» Darüber hinaus werden sie aber auch zweifarbig gezüchtet wie etwa der Harlekin-Pudel in Schwarz-weiß.

Jede der vier Pudelvarianten bringt ganz unterschiedliche Vorzüge mit sich. «Der Toy-Pudel ist für Leute, die es gern ganz klein wollen und ihn überall mit hinnehmen möchten», erklärt Carmen Fischer vom Pudel-Zucht-Verband 82 aus Windischleuba (Thüringen). «Der Zwergpudel ist für diejenigen, die zwar gern auch ein handliches Tier suchen, aber etwas mehr Hund haben wollen.» Vor allem die beiden größeren Arten seien darüber hinaus bestens für Hundesport geeignet, vom Dog Dancing bis zu Agility.

Der Name des Pudels leitet sich vom altdeutschen «puddeln» ab. Das bedeutet so viel wie «im Wasser planschen». «Das kommt daher, dass er ursprünglich zur Wasserjagd eingesetzt wurde», sagt Rosemarie Schulz, Hauptzuchtwart beim Verband der Pudelfreunde Deutschland aus Reinbek bei Hamburg.

«Teilweise ist bei den Pudeln auch immer noch etwas vom Jagdtrieb übrig, was man aber bei jedem Hund individuell austesten muss», sagt Schulz. Grundsätzlich seien die Vierbeiner in der Haltung recht unkompliziert und zudem leicht erziehbar. Zu einem Laien passen sie nach Worten der Expertin ebenso wie zu einem erfahrenen Halter, in eine Stadtwohnung ebenso wie in ein Haus auf dem Land.

«Der Pudel ist ein sehr einfühlsames Tier, das sich in der Regel seinem Besitzern anpasst - auch älteren Leuten, die nicht mehr so gut zu Fuß sind», sagt Heidrun Holland. «Pudel brauchen natürlich ihren Auslauf, legen sich aber gern mal ruhig in die Ecke.» Doch weil sie gelehrig, schnell und sportlich seien, steige die Nachfrage nach dem Hund, der mit Kindern und Artgenossen allgemein gut zurechtkomme, auch bei jüngeren Leuten und Familien wieder an.

Und trotzdem: Vor allem viele Männer reagieren nach Erfahrung von Rosemarie Schulz nach wie vor mit wenig Begeisterung auf den Pudel. «Wenn die Frau einen möchte, ziert sich der Mann oft gewaltig und fragt sich, was wohl die Leute sagen, wenn er mit dem Hund spazieren geht.» Erst wenn der Pudel im Haus ist, merke er dann, dass es sich um einen richtigen Hund handelt. Meist ist der Stein des Anstoßes die Schur. Denn weil sein Fell wächst, gehört ein Pudel regelmäßig zum Hundefrisör.

Dort bekommt er nicht immer den Einheitslook verpasst: «Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Schuren für den Pudel», sagt Fischer, die die Rasse seit 36 Jahren züchtet. Die klassischen wie etwa die «Löwenschur» reichen zurück in die Zeit, als Pudel noch als Jagdhunde im Wasser eingesetzt wurden. «Damit er besser schwimmen konnte, wurde das Fell von der Rückenmitte nach hinten geschoren.» Die sogenannte Modeschur hingegen sei sportlicher, harmonischer und körperbetont gleichmäßiger - ohne Puschel, Bart und kahlrasiertes Hinterteil.

Deutscher Pudel-Klub: www.pudel-klub. de

Verband der Pudelfreunde Deutschland: www.pudelfreunde.de

Pudel-Zucht-Verband: www.pzv82.de Das vorteilhafte Pudelfell Ein Pudel hat einen großen Vorteil für Leute, die gern einen Hund, aber seine Haare nicht in der ganzen Wohnung verteilt haben wollen: «Er haart nicht», sagt Carmen Fischer vom Pudel-Zucht-Verband 82. «Das macht ihn auch attraktiv für Allergiker.» Allerdings braucht das Fell regelmäßige Pflege. «Etwa alle zwei Tage sollte es mit einer speziellen Drahtbürste gut durchgebürstet werden, und hin und wieder ist eine Vollwäsche ratsam.» Sonst wird das Fell fettig und neigt zum Verfilzen. Von Sascha Rettig, dpa

dpa-infocom


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