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Neuner patzt: Deutsche Frauen-Staffel nur Vierte

Ruhpolding Die deutsche Frauen-Staffel hat die Generalprobe für die Olympischen Winterspiele verpatzt und beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding das Podest verpasst.

Zwei Strafrunden von Magdalena Neuner kosteten dem deutschen Quartett vor 18 000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena den zweiten Saisonsieg, am Ende reichte es nur für einen enttäuschenden vierten Platz. Die sechsfache Weltmeisterin Neuner leistete sich im Stehend-Anschlag fünf Fahrkarten und gab dem deutschen Team damit eine nicht zu lösende Bürde mit auf den Weg. In der Besetzung Andrea Henkel, Neuner, Martina Beck und Kati Wilhelm hatte die deutsche Staffel am Ende 32,3 Sekunden Rückstand auf Sieger Schweden (1:17:31). Platz zwei belegte Russland vor Norwegen.

«Wir hatten diese Staffel schon ganz vorne erwartet, leider hat es nicht geklappt. Eine Entscheidung für Olympia ist damit aber noch nicht gefallen», sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann, sieht die Biathlon-Frauen trotz der schwachen Staffel auf einem guten Weg. «Die Ergebnisse stimmen absolut, das sieht gut aus mit Blick auf Vancouver», sagte Hörmann.

Neuner zeigte bei ihrem ersten Staffel-Start in dieser Saison beim Stehend-Anschlag Nerven und musste gleich zweimal in die Strafrunde. Dabei hatte sich die 22-Jährige so viel vorgenommen. «Es ist die letzte Möglichkeit, mich zu beweisen. Ich will in Vancouver unbedingt in die Staffel.» Läuferisch und im Liegendschießen bestätigte sie ihre gute Form, doch im Stehen-Anschlag zeigte sie eigentlich bereits überwunden geglaubte Schwächen. «Sie hat angefangen zu denken, das ist meist der Anfang vom Ende. Ich denke, sie hat heute Lehrgeld bezahlt», sagte Müssiggang.

«Desto länger man da vorne steht , desto schwieriger wird es. Die ersten beiden Fehlschüsse waren knapp, das hat mich etwas aus dem Rhythmus gebracht», sagte Neuner. Dennoch hofft sie nach wie vor, bei Olympia in der Staffel laufen zu dürfen. «Ich hatte halt nur einmal die Chance, mich zu beweisen, dass ist ein bisschen schade.» Die drei Staffeln in Östersund, Hochfilzen und Oberhof hatte die 14-fache Weltcupsiegerin aus gesundheitlichen Gründen verpasst.

Henkel hatte Neuner mit einem minimalen Rückstand auf Italien auf die Loipe geschickt. Zwar leistete sich die 33-Jährige drei Nachlader, doch mit einer starken läuferischen Leistung hielt sie die deutsche Staffel im Rennen. «Normalerweise verlierst du mit drei Nachladern 30 Sekunden», lobte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Henkel selbst war mit ihrer Leistung hingegen nicht ganz zufrieden. «Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt», sagte die Großbreitenbacherin.

Beck zeigte als dritte Starterin am Schießstand zwar eine souveräne Leistung mit nur einem Nachlader, läuferisch tat sich die Mittenwalderin aber schwer. Wilhelm lief anschließend auf Platz vier liegend furios los, konnte auf der Schlussrunde den Angriff der Norwegerin Tora Berger aber nicht abwehren. «Wenn man Platz drei am Ende noch verliert, kann man natürlich nicht zufrieden sein», sagte Wilhelm. Am folgenden Tag stehen in Ruhpolding die beiden Massenstart-Rennen auf dem Programm. Auch Neuner hat dann die Chance zur Wiedergutmachung.

dpa-infocom



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