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Ärgernis Afrika Cup - Clubs bangen um Verletzte

Stuttgart Ärgernis Afrika Cup: Die Vereine der Fußball- Bundesliga müssen nicht nur wochenlang auf ihre Spieler verzichten, sie wissen im Fall einer Verletzung auch selten, wie es ihnen geht.

Aktuellster Fall ist Obafemi Martins vom VfL Wolfsburg. Der Nigerianer ist aus dem Quartier seiner Nationalmannschaft abgereist, um in Hamburg sein operiertes Schienbein untersuchen zu lassen. Doch seitdem hat der VfL nichts mehr von ihm gehört. Die Wolfsburger fragen sich, was er hat, wie er behandelt wird und wann sie ihn wieder einsetzen können. «Das ist doch absurd», schimpfte Trainer Armin Veh in den «Wolfsburger Nachrichten».

Dieser Fall macht einen Dauerkonflikt zwischen Vereinen und Verbänden deutlich: Die Clubs stellen ihre Spieler an die Nationalteams ab. Und sie müssen es später ausbaden, wenn die sich dort verletzen. Der VfL möchte sich selbst um Martins kümmern, «wir bezahlen ihn ja auch», sagte Veh. Es könne nicht sein, «dass wir gar kein Mitspracherecht haben».

Beim Afrika Cup ist die Entfernung zwischen den Clubs in Europa und den Nationalteams in Angola aber so groß, dass es kaum Absprachen gibt. «Wenn ein nigerianischer Arzt sagt, dass Martins spielen kann, müssen wir das hinnehmen. Das wird vor Ort entschieden, wir wissen nichts», klagte Veh. Die Nigerianer erwarteten ihren Stürmer schon wieder zurück. Dem VfL hilft das aber nicht weiter.

Die Spieler selbst sitzen in solchen Fällen meist zwischen den Stühlen. «Das ist eine schwierige Situation für uns», sagte der Algerier Anthar Yahia vom VfL Bochum in einem Interview mit «kicker online». «Wir spielen für unser Land. Da hat man keine Wahl. Erst recht nicht, wenn man sich auch noch für die WM qualifiziert hat. Das ist doch keine Entscheidung gegen den Club.»

Yahia hat ein ähnliches Problem wie Martins. Er reiste mit einer Oberschenkel-Verletzung zur Nationalmannschaft, während ihn der VfL lieber in der Reha in Bochum gesehen hätte. Doch das kam für den 28- Jährigen nicht infrage. «Die deutschen Nationalspieler würden doch auch keine Europameisterschaft sausen lassen», sagte er. «Der Afrika Cup ist für uns nach der WM das zweitwichtigste Turnier.» Von Sebastian Stiekel, dpa

dpa-infocom

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