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"CSI:Kowelenz" ermittelt wieder - Casting zu Krimiparodie mit Lokalkolorit

Koblenz New York, Las Vegas, Miami: Das sind die Städte, in denen in die forensischen Superermittler von "CSI" in amerikanischen TV-Serien ihre Fälle lösen.

Seit 2007 hat sich auch Koblenz eingereiht - wenn auch mit einer "CSI"-Parodie. Nun planen die Macher der damaligen Online-Video-Serie Großes: Ein ganzer Kinofilm soll entstehen. Natürlich mit reichlich Lokalkolorit.

Wenn brutale Kriminalfälle aussichtslos erscheinen, kommen sie ins Spiel: die supercoolen Ermittler der Abteilung "Crime Scene Investigation", kurz "CSI". Drei höchst erfolgreiche Fernsehserien aus den USA gibt es inzwischen im deutschen TV über die Mitglieder dieser speziellen Tatortgruppe, die eifrig kleinste Beweise und Spuren sichern und dann in fantastischen Computern auswerten, dabei Sonnenbrillen tragen und sich lässig Sprüche an die hübschen Köpfe werfen. Die Originalserien spielen in Las Vegas, Miami und New York. Und auch Koblenz ist seit 2007 Schauplatz eines "CSI"-Ablegers - wenn auch keines ernst gemeinten.

Johannes Huth war der Initiator und Regisseur der Krimiparodie "CSI:Kowelenz", die im Jahr 2007 in mehreren kurzen Folgen fürs Internet entstanden war. Auf der Homepage des Circus Maximus erschienen die Episoden nach und nach, die Premiere wurde zum glanzvollen Ereignis im Kino. Nun plant Johannes Huth gemeinsam mit Circus-Chef Ralf Prestenbach die Fortsetzung - als Kinofilm.

"Wir hatten schon damals eine Fortsetzung im Sinn, es ist aber nicht dazu gekommen - bis jetzt", sagt Huth, der den Film "größer aufziehen" will als die Serie fürs Internet. Einzelne Sequenzen hat der Regisseur bereits vor Augen, will vor allem auf das typische "CSI"-Licht achten und so die Optik noch mehr an das Original anpassen. "Wir machen hier aber etwas völlig Eigenständiges, etwas mit eigenem Charakter für Koblenz."

Jetzt steht das Casting an, denn die Filmemacher wollen die meisten Rollen neu besetzen: Am Sonntag, 24. Januar, können sich interessierte Laien mit Ambitionen vorstellen. "Wir suchen durchaus auch Leute, die zwar talentiert sind, aber noch nicht viele Erfahrungen gesammelt haben", sagt Ralf Prestenbach.

Wer teilnehmen möchte, sollte sich vorab per E-Mail an CSI-Casting@web.de anmelden. Gesucht wird unter anderem eine Darstellerin für die Rolle der Polly, die neu im "CSI:Kowelenz"-Team ist, oder für Adam Bedam, einen Fan der TuS Koblenz. Der Zweitligaklub hat nämlich auch mit der "natürlich wieder wirren Story" (Prestenbach) zu tun, die im Film erzählt wird: Bei einem Heimspiel der TuS wird mitten im Torjubel ein Fan mit 56 Messerstichen getötet. Niemand scheint den Toten zu kennen, auch die Obduktion bringt keine Gewissheit. Der Fall gewinnt erst an Tempo, als im Rahmen des Baus am Zentralplatz ein 40 Jahre altes Skelett gefunden wird. Ein gefundenes Fressen für die Abteilung "GÜLS" - die Spurensicherer firmieren im "CSI:Kowelenz"-Kosmos unter "Genaueste Überprüfung läppisch kleiner Spuren".

Prestenbach und Huth bedanken sich bei der Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz, die "das Projekt erst möglich macht". "Dennoch bleibt es ein No-Budget-Film, das bedeutet, Honorare können wir nicht zahlen", sagt Prestenbach, der als Ausgleich aber gutes Essen und vor allem viel Spaß verspricht. Neben den Casting-Gewinnern sollen auch ein paar bekannte Koblenzer mitspielen. Auch das eine oder andere Gesicht aus der Internetserie wird wieder auftauchen. "Ansonsten ist die Abteilung aber erwachsen geworden und verfügt sogar über ein eigenes Hauptquartiert, sodass die Leichen nicht mehr in der Circus-Küche aufgeschnitten werden müssen", erklärt Prestenbach. "CSI:Kowelenz - der Film", der im Dezember 2010 in einem Koblenzer Kino gezeigt werden soll, wird wie eine Folge der Originalserie etwa 60 Minuten lang werden - inklusive Werbung. Auch die wird im Rahmen der Dreharbeiten produziert. Natürlich mit echten Kowelenzer Bezügen. Tim Kosmetschke

RZO