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Koblenzer Museen ziehen Zehntausende an

Koblenz Mit Sonderausstellungen und ihren ständigen Sammlungen ziehen die beiden städtischen Museen in Koblenz Zehntausende von Besuchern an.

Welchen Schwankungen die Zahlen dabei unterliegen, darüber gibt das statistische Jahrbuch der Stadt Auskunft.

Die beiden städtischen Museen in Koblenz sind trotz jährlicher Schwankungen sehr konstante Publikumsmagneten: Aus den im statistischen Jahrbuch der Stadt gesammelten Zahlen geht hervor, dass im Schnitt der vergangenen zehn Jahre jeweils rund 16 500 Gäste ins Ludwig Museum strömten, im Mittelrhein-Museum waren es im Durchschnitt sogar etwa 16 700 Besucher.

Die Datensammlung im Jahrbuch basiert auf den vierteljährlichen Meldungen der Museen. Und beide Häuser sind mit den Ergebnissen durchaus zufrieden, erklären aber auch ehrgeizig, mehr zu wollen. "Wir spüren zwar einen Aufwärtstrend, insgesamt sind die Zahlen aber noch nicht ganz da, wo ich sie gern hätte", sagt Beate Reifenscheid, die Leiterin des Ludwig Museums, die gleichzeitig Vorsicht gegenüber der Macht der nackten Zahlen walten lassen will. Schließlich sei es auch wichtig zu hinterfragen, wie viele zahlende Besucher tatsächlich darunter seien, und welche Besucher man anlocke. "Natürlich sind die Zahlen wichtig. Ich finde es aber ebenso wichtig, dass unsere Arbeit in der Fachwelt gewürdigt wird. Wir sind kein Museum, das nur auf der populären Ebene arbeitet. Wir zeigen zeitgenössische Kunst, machen Dialogprojekte und internationale Ausstellungen. Dass die Besucher dies wahrnehmen, motiviert mich mehr als Besucherrekorde." Auffällig an den Zahlen des Ludwig Museums ist der "Ausreißer nach oben" 2007. Reifenscheid macht dafür die sehr erfolgreiche Keith-Haring-Ausstellung verantwortlich.

Auch Mario Kramp, Direktor des Mittelrhein-Museums, ist zufrieden mit den Besucherzahlen in der Statistik - "besonders im Vergleich zu anderen Städten mit ähnlicher Museumslandschaft". Doch auch er strebt eigentlich nach höheren Zahlen: "Ich hätte natürlich gern 20 000, das habe ich immer gesagt. Man kann jedoch nur schwer vorhersagen, welche Ausstellung besonders viele Menschen anlocken würde." Das Mittelrhein-Museum legte im Jahr 2001 einen veritablen Rekord mit mehr als 31 000 Besuchern hin. "Das war die Hundertwasser-Ausstellung, die noch mein Vorgänger gemacht hat", sagt Kramp, der weiß, dass die Zahlen ansonsten solide konstant sind.

Und das auch, obwohl das Haus derzeit in einer Neustrukturierungsphase ist, sich auf den Umzug in den Kulturbau am Zentralplatz vorbereitet und deshalb seine Bestände erforscht, neu katalogisiert und in Depot-Werkschauen präsentiert. "Dass wir auch ohne große Sonderausstellungen unsere Zahlen halten können, hat mich ein wenig überrascht und freut mich sehr", sagt der Museumschef.

Sowohl Kramp als auch Reifenscheid finden es wichtig, die "Besucher von morgen" anzusprechen und spezielle Angebote für Kinder zu machen. Beim Blick in die Statistik fällt auf, dass das Ludwig Museum bei den Schülern stets vor dem Mittelrhein-Museum liegt, wohl auch, weil die Museumspädagogik dort aktiver ist. Kramp bestätigt das, sagt aber auch, dass in jüngster Zeit sein Haus auch dank neuer personeller Möglichkeiten aufhole.

Auf die noch ausstehenden Zahlen für das Jahr 2009 kann das Ludwig Museum derweil durchaus optimistisch warten: Gerade hat die mitveranstaltende Koblenz-Touristik vermeldet, dass die große Janosch-Ausstellung bereits mehr als 9000 Besucher angelockt habe. Bis zum Ausstellungsende am 24. Januar sei die 10 000er-Marke sogar noch zu brechen.

Tim Kosmetschke

RZO