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 Brennpunkt 

Der sechste Sinn als Schnittstelle

Inder gibt dem Computer Fingerzeige

Koblenz Der Inder Pranav Mistry lässt sich besonders genau auf die Finger schauen- und liefert damit das vielleicht spektakulärste Beispiel, wie reale und virtuelle Welt verschmelzen können. Der nicht einmal 30-Jährige gewann im vergangenen Jahr den Erfinderpreis der US-Zeitschrift Popular Science und wird schon als Genie gefeiert. Woran er arbeitet, hat er „SixthSense“ genannt.

Wer den Science-Fiction-Film „Minority“ Report" mit Tom Cruise gesehen hat, kennt das. Seinen "sechsten Sinn" teilen sich Mensch und Computer, der Rechner wird buchstäblich locker aus dem Handgelenk bedient – mit Gesten. Mistrys erklärte Philosophie ist es, dass Computertechnologien dem Menschen zu dienen haben - seine Entwicklung ist die logische Konsequenz.

Mistry, Mitarbeiter am weltbekannten Massachusetts Institute of Technology (MIT) demonstrierte im Dezember in einem TED-Vortrag mit Videos, wie er mit den Fingern in der Luft einen Kreis um einen gedruckten Text macht, dann Daumen und Zeigefinger darüber schließt und auf einem leeren Blatt wieder fallen lässt, wo der Text dann eingeblendet wird. Genauso zieht er einen gedruckten Text auf einen Copmputerbildschirm. Oder er formt auf der Straße mit vier Fingern zweier Hände ein Rechteck - und macht auf diese Art ein Foto. Eine kreisförmige Bewegung auf sein linkes Handgelenk - ein Ziffernblatt mit der Uhrzeit wird projiziert.

Das funktioniert, weil er auf den beiden Daumen und Zeigefingern vier Fingerhüte in verschiedenen Farben hat, eine umgehängte Kamera mit Spiegel seine Finger filmt und ein Mobilrechner mit leistungsfähiger Bildverarbeitungssoftware die Befehle verarbeitet und einen Mini-Beamer steuert. Malt er etwa ein "@"-Zeichen in die Luft, werden ihm seine E-Mails angezeigt. Die Technik ist noch nicht marktreif, Mistry hat aber angekündigt, die Software offenzulegen - und löste damit Jubelstürme aus.

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