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Tarantinos «Inglourious Basterds» auf DVD

Hamburg Ein bisschen was gewonnen hat Quentin Tarantino mit «Inglourious Basterds» auch, aber der eigentliche Star der Nazi-Satire ist der österreichische Schauspieler Christoph Waltz, der von Triumph zu Triumph eilt.

Innerhalb einer Woche wurde er für seine Rolle als sadistisch-charmanter SS-Mann mit einem Golden Globe und einem SAG Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Damit dürfte dem 53-Jährigen ein Oscar fast sicher sein, auch wenn das Waltz ein wenig unheimlich ist: «Ich halte mir die Gedanken daran relativ erfolgreich vom Leib. Im Moment lenke ich mich mit Arbeit ab», sagte er der Zeitschrift «Gala».

Im deutschsprachigen Raum gilt Waltz seit langem als erste Wahl für schillernde, zwiespältige Charaktere. Über seine Rollenauswahl meint der 1956 in Wien geborene Spross einer Künstlerfamilie: «Das ist auch das Reizvolle in unserem Beruf. Man kann das Verkorkste, das Versteckte, was in jedem von uns begraben ist, je nach Bedürfnis und Rolle herauskitzeln.»

In Tarantinos actionreichen und subtil dämonischen Werk «Inglourious Basterds», das jetzt auf DVD erschienen ist, spielt Waltz als ebenso kultivierter wie skrupelloser SS-Standartenführer Hans Landa eine ganze Schar von Stars an die Wand. Brad Pitt ist der Anführer einer amerikanisch-jüdischen Soldatengruppe, die Jagd auf Nazis macht und deren Skalps sammelt. Daniel Brühl verliebt sich als NS-Kriegsheld im besetzten Frankreich in eine jüdische Kinobesitzerin. Martin Wuttke gibt einen teuflisch lachenden Hitler. Sylvester Groth spielt nach Dani Levys «Mein Führer»-Komödie bereits zum zweiten Mal Goebbels. Til Schweiger tritt als gefährlich fanatischer, deutscher Nazi-Jäger auf. Und der deutsche Hollywood-Export Diane Kruger spielt eine Schauspielerin, die als Agentin gegen die Nazis agiert.

Über seinen Film sagt Quentin Tarantino: «Ja, man könnte schon sagen, dass das ein Rache-Film ist. Die Leute sagen immer, dass ich Rache mag. Aber ist das überhaupt richtig? Letztlich ist der Rache-Film ein eigenes Filmgenre. Auf der anderen Seite ist 'Inglourious Basterds' auch kein Rache-Film, weil Rache normalerweise in Kriegsfilmen gar kein Thema ist. Das ist das Einzigartige an meinem Film. Ich wollte von einer Gruppe jüdischer Amerikaner erzählen, die hinter den feindlichen Linien operieren und im Stil von Apache-Indianern Widerstand leisten. Gleichzeitig gibt es den Handlungsstrang, in dem die Shosanna-Figur darüber nachdenkt, wie sie Rache für ihre von den Nazis getötete Familie nehmen kann.»

Von seinem Regisseur ist Christoph Waltz jedenfalls schwer beeindruckt gewesen: Das Drehen mit Quentin Tarantino sei für ihn ein «Naturereignis» gewesen, meint Waltz. Er wünsche sich nun dringend eine Wiederholung dieser Erfahrung: «So stelle ich mir eine Sucht vor.»

www.basterds.uphe.de

dpa-infocom


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