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Die Pariser Haute-Couture-Schauen von A bis Z

Paris Die Haute-Couture-Schauen für Frühjahr/Sommer 2010 gehen in Paris (24. bis 28. Januar) wieder über die Laufstege.

Bei der wohl exklusivsten Modeveranstaltung der Welt zeigen Designer-Häuser ihre in Handarbeit gefertigten Modelle. Ein Überblick von A bis Z:.

A wie «Ayoub, Mouna»: Die Jet-Setterin mit libanesischen Wurzeln besitzt eine Privatsammlung von mehr als 1500 Haute-Couture-Kleidern und sammelt eifrig weiter. Wenn sie nicht zur Schau kommt, schieben Modehäuser Panik.

B wie «Bus»: Anders als bei den Prêt-à-Porter-Schauen gibt es bei den Couture-Schauen keinen Bus, der die Gäste von Show zu Show fährt. Die meisten kommen ohnehin mit Limousine.

C wie «Chambre Syndicale de la Haute Couture»: Die Kammer vereint die Couture-Häuser, veranstaltet die Schauen und legt die Kriterien für den Titel Maison de Couture fest.

D wie «Dior»: Die stets dramatisch inszenierte Schau von Dior-Designer John Galliano gilt als erster Höhepunkt der Couture-Tage.

E wie «Eintrittskarte»: Bei den Schauen ist ähnlich wie beim Prêt-à-Porter die Anzahl der Plätze streng limitiert. Anders als dort sitzen hier nicht Händler im Publikum, sondern einzelne Kundinnen.

F wie «Federn»: Neben Stoffblumen oder Pailletten schmücken sie viele Entwürfe. In Paris gibt es für ihre Fertigung eigens spezialisierte Ateliers wie den Feder- und Blumen-Experten Lemarié.

G wie «Gaultier, Jean-Paul»: Das einstige Enfant terrible der Mode brachte frischen Wind, als er 1997 in die Haute Couture einstieg. Noch heute bietet er ungewöhnliche Hingucker.

H wie «Hundert»: Nicht Tausende, sondern nur wenige Hunderte von Frauen weltweit kaufen die schwindelerregend teuren Couture-Roben.

I wie «Inoffiziell»: Neben dem offiziellen Schauen-Kalender gibt es noch zahlreiche Off-Präsentationen kleinerer Designer-Häuser.

J wie «Juwelen»: Nach vier Tagen Mode ist der letzte Veranstaltungstag den Schmuckkreationen von Juwelierhäusern gewidmet.

K wie «Kalender»: Die Abfolge der Schauen wird von der Chambre Syndicale festgelegt.

L wie «Lacroix»: Christian Lacroix gilt als ganz großer Couturier. Leider ist er nicht mehr dabei, da sein Haus im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste.

M wie «Mitglied»: Neben den Häusern, die der Chambre Syndicale de la Haute Couture fest angeschlossen sind, gibt es korrespondierende Mitglieder aus dem Ausland wie Armani sowie geladene Mitglieder - kleinere Modehäuser, die nicht alle Auflagen erfüllen.

O wie «Oscars»: Die Verleihung der Academy Awards ist nach den Schauen der zweite Laufsteg der Haute Couture. Nirgendwo werden so viele Roben aus Meisterhand getragen wie auf Hollywoods rotem Teppich.

P wie «Petites Mains»: Ohne die sogenannten kleinen Hände, die geschickten Finger erfahrener Näherinnen oder Stickerinnen, wäre die Couture nicht realisierbar.

Q wie «Qualität»: Sie wird streng überwacht. Zu den Vorgaben an ein Couture-Haus gehört das perfekte Beherrschen des Schneider-Handwerks und traditioneller Techniken.

R wie «Rue Cambon»: Hier in 75001 Paris liegt das Stammhaus von Chanel mit dem Couture-Atelier, in dem noch heute den Kundinnen die Entwürfe von Karl Lagerfeld angepasst werden.

S wie «Stil»: Giorgio Armani bewies ihn schon vor seiner Schau. Er entschuldigte sich via E-Mail bei seinen Gästen, dass sein Defilee von der Chambre verschoben wurde.

T wie «Thimister, Josephus»: Der niederländische Designer sollte die Couture-Schauen als eingeladenes Mitglied eröffnen.

U wie «Unpünktlich»: Die feinen Schauen beginnen fast immer mit Verspätung.

V wie «VIPs»: Der Andrang von Prominenten Und Weltstars bei den Couture-Schauen ist immer groß.

W wie «Worth, Charles Frederick»: Der Engländer (1826-1895), der 1858 ein Modehaus in Paris eröffnete, gilt als Begründer der Haute Couture. Er war der erste, der seine Modelle mit Namen zeichnete.

X wie «XXL»: Übergrößen gibt es auch bei der maßgeschneiderten Haute Couture fast nie. Die Kundinnen investieren ähnlich viel Geld und Zeit in eine perfekte Figur wie in den Kleiderkauf.

Y wie «Yesterday»: Manchem erscheint die hohe Kunst der Schneiderei wie von gestern.

Z wie «Zukunft»: Für die Haute Couture fraglich angesichts der schwindenden Zahl der Modehäuser, die sich ein teures Atelier leisten.

dpa-infocom


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