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Bildung

Deutschland regelt PISA-Begleitforschung neu

Berlin Deutschland macht bei der weltweiten PISA-Schulleistungsstudie weiter mit - ändert aber seine umfangreichen nationalen Begleituntersuchungen.

Dazu schlossen Bundesbildungsministerium und Kultusministerkonferenz (KMK) am Montag in Berlin einen Verbund mit drei Forschungseinrichtungen. Dies sind die Technische Universität München, das Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt/Main sowie das Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel. Zum Teil waren die Wissenschaftler auch bisher schon an den seit dem Jahr 2000 laufenden PISA-Tests beteiligt.

Insgesamt vier Millionen Euro wollen sich Bund und Länder in den nächsten sechs Jahren die internationalen wie nationalen Leistungsvergleiche kosten lassen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und der Präsident der KMK, Bayerns Schulminister Ludwig Spaenle (CSU), sprachen von einem «guten Tag für die Bildungsforschung» in Deutschland.

Bereits bei dem für Mitte Juni angekündigten Bundesländer- Leistungsvergleich werden erstmals die erheblichen Änderungen im Vergleich zu früheren deutschen PISA-Auswertungen deutlich werden. Grundlage für den Bundesländer-Vergleich sind nicht mehr wie früher die internationalen PISA-Aufgaben, sondern eigene deutsche Tests, die aus den nationalen Bildungsstandards entwickelt wurden. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende einer bestimmten Jahrgangsstufe im jeweiligen Fach können muss. Die Länder-Vereinbarung über die bundesweiten Bildungsstandards war eine Konsequenz der Kultusminister über das miserable deutsche PISA-Abschneiden beim ersten Test im Jahr 2000. Allerdings werden die Bildungsstandards in den Ländern mit höchst unterschiedlichem Tempo umgesetzt.

Für den Bundesländer-Vergleich wurden im vergangenem Frühjahr parallel zum internationalen PISA-Test, an dem 200 deutsche Schulen teilnahmen, an 1300 weiteren Schulen ergänzende Untersuchungen gemacht. Im Mittelpunkt standen die Fächer Deutsch einschließlich Rechtschreibung sowie Englisch.

Darüber hinaus haben sich Bund und Länder darüber verständigt, den unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung alle zwei Jahre erstellten Bericht «Bildung in Deutschland» zu verstetigen. Bund und Länder wollen den vierten Bericht ebenfalls im Juni vorlegen.

dpa-infocom



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