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Fernlernkurse mit dem Partner absprechen

Köln/Karlsruhe Fernunterricht nach Feierabend: Das klingt nach entspanntem Schmökern auf dem Sofa.

Teilnehmer dürfen das Lernpensum solcher Kurse aber nicht unterschätzen.

Wer sich neben dem Job auf diese Weise weiterbilden will, spricht das daher besser vorher mit seinem Partner ab. «Die Familie muss dabei mitspielen», sagte Ludwig Pelzer von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht in Köln. Denn ohne Unterstützung des Partners sei eine solche Doppelbelastung nur schwer zu meistern, sagte Pelzer mit Blick auf die Messe Learntec in Karlsruhe (2. bis 4. Februar), auf der es um Trends beim Thema Weiterbildung geht.

Absprachen seien besonders wichtig, wenn Kursteilnehmer bereits Kinder haben. «Dann geht das schließlich nicht so ohne weiteres, dass der eine einfach sagt: 'Jetzt setz' ich mich mal zwei Stunden hin und lerne'», erläuterte Pelzer. Denn wer bringt dann die Kinder ins Bett? Und wo bleibt die Zeit zu zweit? Das seien Fragen, die es vorher zu klären gilt.

Fernunterricht verlange außerdem ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Der Vorteil sei zwar, dass die Teilnehmer sich die Zeit zum Lernen selbst einteilen und ihr Lerntempo unabhängig steuern können. «Darin liegt aber auch die Gefahr», warnte Pelzer. «Denn das heißt auch, dass man gut organisiert sein muss, um sich nicht zu verzetteln.»

Auch dürften Teilnehmer solche Kurse nicht zu locker angehen, wenn sie von zu Hause aus lernen. «Das wird oft abgetan nach dem Motto: 'Dann mach ich mal eben einen Fernlehrgang'», erläuterte Pelzer. «Das hat aber nichts damit zu tun, die Beine auf der Couch hochzulegen.» Umgekehrt bestehe aber auch die Gefahr, sich zu übernehmen: Mehr als zwölf Stunden Lernzeit in der Woche seien kaum zu schaffen.

Beim Lernen auf Distanz müssen Teilnehmer sich außerdem darauf einstellen, weniger persönlichen Kontakt zu Lehrkräften oder anderen Kursmitgliedern zu haben als in einer Präsenzveranstaltung. Der Austausch mit anderen ist Pelzer zufolge aber hilfreich, wenn es beim Lernen mal hakt: «Man hat dann nicht das Gefühl, allein zu sein.» Gut seien Kurse mit einer Mischung aus Präsenzlernen und E-Learning.

Wächst einem das Lernen über den Kopf, muss das nicht gleich einen Abbruch des Kurses zur Folge haben. Häufig könnten Teilnehmer sich beurlauben lassen oder die Studiendauer verlängern. Das sollten sie sich aber gut überlegen: «Unter Umständen macht es das noch schlimmer», gab Pelzer zu bedenken. Denn wer erst einmal ein halbes Jahr ausgesetzt hat, kommt womöglich nur schwer wieder in den alten Lernrhythmus hinein. «Manchmal ist es dann besser, den Kurs durchzuziehen.» Werden Teilnehmer krank oder arbeitslos, könne ein Aussetzen aber sinnvoll sein, um eine solche Phase zu überbrücken.

Weitere Infos zur Messe: www.learntec.de

dpa-infocom


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