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Fotografieren spielerisch lernen: Tipps für Einsteiger

Frankfurt/M./Hamburg Ob Schnappschuss, Familienporträt oder Landschaftspanorama - mit Digitalkameras gelingen in fast jeder Situation schöne Bilder. Doch nicht immer reicht es, einfach drauflos zu knipsen.

«In vielen Situationen stößt die Automatik an ihre Grenzen», erläutert die Fotografin Kamilla Nowicki, die an der Hamburger Volkshochschule Kurse für Anfänger gibt. Dann sollte lieber eine manuelle Einstellung gewählt werden.

Die Expertin empfiehlt jedem Einsteiger, erstmal die Bedienungsanleitung für die Kamera zu lesen - auch wenn diese manchmal so dick wie eine Bibel sei. Jeder sollte zumindest wissen, mit welchem Knopf er die Einstellungen an die Lichtverhältnisse anpassen, die Bildschärfe verändern, einen Weißabgleich machen und den Blitz an- oder ausschalten kann. «Man sollte sich in die Grundfunktionen grob einfinden», rät auch Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Danach heißt es: ausprobieren und mit den Funktionen spielen. «Nur so lernt man die Kamera kennen und bekommt ein Gefühl dafür, welcher Modus sich für was am besten eignet.»

Bevor es losgeht, sollte man darauf achten, dass die Speicherkarte eingelegt und der Akku geladen ist. «Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Akku unterwegs plötzlich leer ist», sagt Clauß. «In der digitalen Fotografie macht man meist mehr Bilder, als man denkt». Deshalb rät sie, eine zweite Speicherkarte und einen Ersatzakku einzustecken. Nowicki hält sogar zwei zusätzliche Akkus für sinnvoll - vor allem im Winter: «Je kälter es ist, desto schneller werden die Akkus leer.» Wer Landschaftsaufnahmen oder Porträts machen will, sollte außerdem ein kleines Stativ mitnehmen, damit die Bilder nicht verwackeln.

Aus diesem Grund sollte beim Fotografieren auf einen stabilen Stand geachtet werden. «Das wichtigste ist, Haltung zu bewahren», so Clauß. Da die meisten Besitzer einer Digitalkamera über das Display fotografieren, neigen sie dazu, die Arme zu weit vom Körper weg zu strecken. «Mit dem Ergebnis, dass der Horizont schief wird.» Die Arme sollten beim Fotografieren daher leicht angewickelt am Körper gehalten werden, die Füße sollten leicht gespreizt sein und fest auf dem Boden stehen. «Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt die Gitternetzfunktion in der Kamera.»

Oft achten Anfänger nicht auf die Lichtverhältnisse. Und hier könne man mit der Automatik schon scheitern, warnt Nowicki. Bei dämmerigem Licht empfiehlt sie die ISO-Zahl zu erhöhen. «Viele wissen gar nicht, dass sie damit noch ganz viel herausholen können.» Bei einer langen Belichtungszeit sei ein Stativ außerdem Pflicht. Dasselbe gelte beim Zoomen, erklärt Clauß: «Wenn man extrem zoomt, sollte man ein Stativ verwenden oder die Kamera auflegen.»

Nowicki rät, möglichst wenig zu zoomen: «Man sollte sich lieber so nah wie möglich an das Motiv heranpirschen. Zoomen bedeutet auch immer, dass das Bild unschärfer und pixeliger wird.» Auch wer einen Blitz verwendet, sollte nah am Motiv stehen. «Der eingebaute Blitz von Kompaktkameras reicht nur zwei bis drei Meter», erklärt Nowicki.

Bei Porträts eignet sich die Serienbildfunktion besonders gut. «Dann hat man mindestens eine verwertbare Aufnahme», sagt Clauß. Außerdem sollte man auf den Hintergrund achten. «Nichts ist schlimmer, als wenn die Blumenvase aus dem Kopf wächst.» Ein ruhiger Hintergrund eigne sich für Porträts außerdem besser, weil er weniger vom Motiv ablenke. «Über den Köpfen sollte man nicht zu viel Freiraum lassen und notfalls lieber die Füße kappen», ergänzt Nowicki.

Wer sein Auge für Details schult , könne solche Fehler auf Dauer vermeiden. Dabei sei es für Anfänger hilfreich, etwa die Aufnahmen von Freunden oder die Fotos in Zeitschriften genau zu betrachten, die sie als besonders gelungen empfinden. «Beim Fotografieren sollte man nicht einfach abdrücken, sondern überlegen, was an dem Motiv spannend ist», sagt Nowicki. Anschließend sollte man sich die Aufnahme sofort auf dem Display anschauen. «Das Schöne an Digitalkameras ist, dass man Fehler sofort sieht und es gleich noch mal versuchen kann.»

Auch wenn Einsteiger erstmal mit der Technik zu kämpfen haben, sollten sie nicht aufs Experimentieren verzichten. «Man sollte ruhig mal mit der Perspektive spielen», empfiehlt Clauß. «Der natürliche Sichtwinkel entspricht dem Querformat, deshalb verwenden wir es häufiger.» Manchmal biete sich jedoch das Hochformat viel besser an. Ab und zu sollte man auch ruhig die Position beim Fotografieren wechseln. In der Hocke oder im Liegen könnten durchaus interessante Bilder entstehen. Von Irena Güttel, dpa

dpa-infocom


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