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"SmartSchank"

"Intelligente Theke" für die Eck-Kneipe

Clausthal-Zellerfeld Gute Nachricht für Wirte von Eck-Kneipen: Forscher der Technischen Universität Clausthal im Harz haben eine "intelligente Theke" für kleine Gaststätten entwickelt.

Das aus preiswerten Einzel-Modulen bestehende System helfe, den Überblick über verkaufte Getränke zu bewahren und verhindere, dass zum Beispiel zu viel Bier ins Glas gezapft werde, sagte TU-Sprecher Christian Ernst am Mittwoch. Der Verbrauch an Getränken lasse sich so um bis zu acht Prozent reduzieren. Die "intelligente Theke" werde den Gastronomen mittelfristig weniger Stress und mehr Gewinn bescheren, prophezeite der Unisprecher - auch, "weil das System immer nüchtern bleibt".

Elektronische Schanksysteme gebe es zwar schon seit mehreren Jahren, sagte der Unisprecher. Sie seien nach Berichten aus der Branche für Kleinbetriebe jedoch zu groß, zu teuer, zu komplex und überdies relativ störanfällig. "Bei Kosten von bis zu 40.000 Euro kann sich ein kleiner Familienbetrieb eine solche Anlage nicht leisten." In Deutschland habe sich deshalb bislang nur etwa jeder 20. Wirt eine "intelligente Theke" angeschafft.

Damit auch Eck-Kneipen mit der neuen Technik arbeiten können, haben Software-Entwickler der TU unter dem Motto "SmartSchank - Informatik ist unser Bier" gemeinsam mit einem Partner aus der Industrie ein neues Konzept entwickelt. Der Grundgedanke sei dabei, dass kleine Betriebe nicht gleich ein großes, zentral gesteuertes Schanksystem kaufen müssen, sondern mit einzelnen intelligenten Modulen einsteigen, sagte Ernst.

"Zu Anfang könnte es zum Beispiel ein Modul sein, das den Bierverbrauch exakt misst, und ein zweites, das dafür sorgt, dass in ein 0,3-Liter-Glas auch exakt nur 0,3 Liter Bier fließen", sagte der TU-Sprecher. Bei Bedarf könne ein Wirt "Schritt für Schritt nachrüsten". Das System könne dann etwa um Kaffeemaschinen, Kassen, Spirituosen- und Cocktailstationen oder um eine Flaschenzähl-Einheit erweitert werden. Dieses "System nach Baukastenprinzip" sei relativ kostengünstig, einfach zu handhaben und falle zudem selten aus.

Die "intelligente Theke soll während der Computermesse im März in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. (Internet: http://dpaq.de/9VFb7)

RZO