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Vater der Missbrauchsopfer soll selbst Kinderschänder sein

Koblenz/Mayen Der Missbrauchsskandal um den Mayener Kinderschänder Christoph G. weitet sich aus: Jetzt steht der Vater der Zwillinge, die der Kinderschänder mehr als zehnmal missbraucht haben soll, vor dem Landgericht Koblenz.

Der 52-Jährige soll selbst ein Kinderschänder sein. Laut Anklage hat er seine Stieftochter bis 2006 mindestens fünfmal zum Geschlechtsverkehr genötigt. Das Opfer war bei der mutmaßlich ersten Tat zehn Jahre alt.

Zu den Taten soll es in den wechselnden Wohnungen der Familie gekommen sein, in kleineren Orten im Kreis Mayen-Koblenz und dem Kreis Vulkaneifel. Der Angeklagte sitzt seit Oktober in Koblenz in Untersuchungshaft. Er soll der beste Freund des Mayener Kinderschänders sein.

Vor Gericht schwieg der 52-jährige Angeklagte zu den Vorwürfen. Aber seine heute 19-jährige Stieftochter belastete ihn schwer. Sie berichtete, dass ihr Stiefvater mehrfach mit ihr den Geschlechtsakt vollzogen hat. Sie sagte: „Ich wollte es nicht. Aber ich habe mich nie gewehrt.“ Der Angeklagte habe ihr nach den Übergriffen oft Geld gegeben. Manchmal habe sie es angenommen, manchmal nicht. Der Prozess geht am 12. März weiter.

Der Mayener Kinderschänder Christoph G. (38) steht derzeit wegen sexuellen Missbrauchs von fünf Jungen vor dem Landgericht Trier. Zwischen 2002 und 2009 soll sich der frühere Sporttrainer in 18 Fällen an Kindern vergangen, seine Taten teils gefilmt und ins Internet gestellt haben. Er soll auch die Zwillingssöhne des jetzt vor dem Landgericht Koblenz angeklagten 52-Jährigen missbraucht haben. Dieser steht unter dem Verdacht, dass er den Missbrauch durch Christoph G. geduldet hat. Der Prozess in Trier geht am 25. Februar weiter.

Hartmut Wagner (RZ)

RZO