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Musik

Tokio Hotel über Heirat, Fans und Privatsphäre

Oberhausen Mit ihrem dritten Album sind Tokio Hotel auf der Europatournee «Welcome to Humanoid City».

Dabei wird die vierköpfige Band täglich von Fans umschwärmt und verfolgt.

Als einziges Bandmitglied ist Bassist Georg Listing nicht mehr Single. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa äußern sich die vier Musiker über Heiraten, Privatsphäre und die Bezeichnung «Teenie»:

Alle Bandmitglieder sind inzwischen Anfang 20, möchten Sie nicht den Stempel Teenieband loswerden?

Bill Kaulitz: «Eigentlich wollen wir ihn eher wiederhaben. Denn jetzt kommen wir langsam in ein Alter, da ist es schon eher schmeichelhaft, wenn man noch als Teenie bezeichnet wird. So ein Problem haben wir damit auch nicht. Für mich ist das keine Beleidigung.»

Wie werden Tokio Hotel in zehn Jahren klingen?

Tom Kaulitz: «Das wird man dann sehen. Wir gehen ins Studio und machen das, worauf wir gerade Bock haben. Während man am Schreiben ist, stellt sich raus in welche Richtung ein Album geht. In zehn Jahren wird es ähnlich sein.»

Sind die ersten Bandmitglieder dann schon verheiratet?

Bill Kaulitz: «Das weiß ich nicht , ob jemand vorhat zu heiraten, Georg...» Georg Listing: «In zehn Jahren? Das kann ich nicht einschätzen.» Tom Kaulitz: «Ehrlich gesagt: Ja, in zehn Jahren ist bestimmt einer von uns verheiratet.»

Die Fans verfolgen Sie auf Schritt und Tritt, wann ist das nervend?

Tom Kaulitz: «Wenn wir auf Tour sind , ist das ehrlich gesagt eher geil, dass die Leute überall hin mitkommen. Auch wenn man in andere Länder kommt und von so viel wie möglich Fans empfangen wird - das ist auf jeden Fall super. Nervig wird es eigentlich nur, wenn man versucht, privat zu sein. Aber das passiert bei uns nicht so oft, das sind vielleicht 40 Tage im Jahr.»

Würden Sie einen Teil ihres Erfolges gegen mehr Privatheit eintauschen?

Bill Kaulitz: «Auf jeden Fall, wenn es möglich wäre natürlich sofort. Aber wenn man Erfolg haben will und so ein Leben führen will, wie wir es jetzt machen, muss man natürlich auch ein paar Opfer bringen.»

Haben Sie nach dem Schulabschluss eigentlich über eine klassische Ausbildung nachgedacht wie Lehre oder Studium?

Bill Kaulitz: «Nein, das war für uns nie ein Thema. Der Schulabschluss war auch komplett freiwillig. Wir haben das wirklich nur für uns gemacht, denn Tom und ich sind so typische Perfektionisten, was das angeht. Wir wollten schön klassisch wenigstens einen Abschluss in der Tasche haben.»

Bill, Sie waren als Model bei der Fashion Week in Mailand. Werden die Fans Sie nun öfter auf dem Laufsteg sehen?

Bill Kaulitz: «Ich könnte mir schon vorstellen, das öfter zu machen und auch irgendwann Sachen zu entwerfen, weil das für mich wirklich so eine Sache ist, die mir Freude macht.»

Interview: Christina Quast, dpa

dpa-infocom