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Gespräch: Kristina Klement, dpa

Heuschrecken fühlen sich immer wohler

Mainz Heuschrecken fühlen sich in Deutschland nach Expertenangaben immer wohler - einige fast ausgestorbene Arten haben sich sogar wieder etabliert. «Bei vielen Heuschreckenarten konnten wir in letzter Zeit Zuwächse feststellen.

Sogar Arten, die schon vom Aussterben bedroht waren, haben sich teilweise wieder massiv ausgebreitet», sagt der Biologe Carsten Renker in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eine Heuschreckenplage drohe aber nicht. «Nicht alle Arten haben das Potenzial zu Plagen.» Der 35- Jährige ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Orthopterologie, die sich mit der Erforschung von Heuschrecken befasst. Die Gesellschaft veranstaltet von Freitag bis Sonntag in Mainz ihre Jahrestagung.

Bestens erholt hat sich laut Recker beispielsweise das Weinhähnchen. Zudem seien durch die warmen Sommer der vergangenen Jahre mediterrane Heuschreckenarten über die Alpen nach Deutschland eingewandert. «Die Eichenschrecke ist beispielsweise eine begeisterte Autofahrerin. Einige ihrer Art haben es als blinde Passagiere sogar schon von Italien bis nach Berlin geschafft.»

85 verschiedene Heuschrecken-Arten leben dem Experten zufolge in Deutschland. Das negative Image als Schädling sei unberechtigt: «Die Eichenschrecke beispielsweise ernährt sich von Blattläusen. Viele andere Heuschrecken fressen schädliche Insekten weg und sind somit für Gartenbesitzer eher nützlich.»

Einzigartig in Deutschland sei die Steppen-Sattelschrecke, die fast ausschließlich in Rheinland-Pfalz vorkommt und bevorzugt in Weinbergen und Flusstälern lebt.

www.dgfo-articulata.eu

dpa-infocom