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Bayer kassiert erste Saison-Schlappe - Bayern vorn

Düsseldorf Bayer Leverkusen hat den Fehltritt von Bayern München nicht nutzen können und im sich zuspitzenden Titelkampf der Fußball-Bundesliga die Rückkehr an die Tabellenspitze verpasst.

Die zuvor noch ungeschlagene Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes kassierte am 25. Spieltag mit dem 2:3 (0:2) beim 1. FC Nürnberg die erste Saison-Niederlage und fiel auf den dritten Rang hinter Spitzenreiter Bayern (53 Punkte) und den FC Schalke 04 (51) zurück. Eric Maxim Choupo-Moting mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause (42./45.+1) und Mickael Tavares (55.) beendeten die beeindruckende Rekordserie der Leverkusener und schossen den «Club» gleichzeitig aus den Abstiegsrängen. Stefan Kießling (66.) mit seinem 14. und der eingewechselte Patrick Helmes (73.) mit seinem ersten Saisontor sorgten für eine dramatische Schluss-Viertelstunde. Im zweiten Sonntag-Spiel landete der FSV Mainz 05 bei 1899 Hoffenheim dank des Treffers von Aristide Bancé (69.) einen 1:0-Prestigeerfolg.

Einen Tag nach dem überraschenden 1:1 beim 1. FC Köln konnten sich die Münchner über die erfolgreiche Verteidigung der Tabellenführung freuen. Und auch Felix Magaths Schalker Himmelsstürmer wittern nach dem souveränen 4:1 in Frankfurt ihre Meisterchance - der Titeldreikampf spitzt sich zu. Münchens Trainer Louis van Gaal glaubt an die Entscheidung erst am 8. Mai: «Der letzte Spieltag ist der wichtigste. Dann musst du Tabellenführer sein.» Doch wie schnell sich die Zeiten ändern: Hertha BSC war 2008/2009 nach Durchgang 25 top, aktuell bleiben die Berliner der größte Flop: Friedhelm Funkels notleidendes Team ziert nach Funkels 450. Einsatz auf der Bank weiter das Tabellenende.

Frust und Lust - Extreme prägten das Geschehen. Meister Wolfsburg gewann unter Lorenz-Günther Köstner mit dem 4:1 gegen zuvor achtmal unbesiegte Bochumer das vierte Pflichtspiel nacheinander, der Fußball-Lehrer erhielt schon während seiner 100. Partie als Verantwortlicher Huldigungen der Fans. Und in Köln flippten die FC- und «Poldi»-Anhänger fast aus, als Lukas Podolski nach 1425 Minuten Ladehemmung mit dem 1:0-Führungstreffer ausgerechnet gegen die alten Münchner Spezis den Fluch bannte: «Ich habe immer wieder betont, dass dieses Tor irgendwann fallen wird.» Und erwog scherzhaft, sich die minutiös mitgezählten Fehhleistungen als Tattoo verewigen zu lassen.

So weit wird Mirko Slomka nicht gehen , obwohl bei Hannover 96 der Effekt des Trainerwechsels nach sechs Pleiten in Serie erstmals zählbare Wirkung zeigte: «Endlich drei Punkte! Das ist Balsam für die Fans und sicherlich auch für mich ein wichtiger Schritt», sagte der bislang so glücklose Coach im Anschluss an das 2:1 der Niedersachsen im Breisgau, wo Aufsteiger SC Freiburg immer tiefer stürzt: Das Team von Robin Dutt bilanziert nun schon elf Spiele ohne Sieg nacheinander und wurde von Hannover überflügelt. «Wir werden wieder aufstehen und wieder Gas geben», kündigte Dutt eine Trotzreaktion an.

Hinter dem Top-Trio tummeln sich der Hamburger SV, dessen 1:0 durch Marcell Jansen Funkel nicht verstehen konnte, und Borussia Dortmund, das mit dem 3:0 gegen die Mönchengladbacher Borussen Kurs auf Europa nahm. «Ich glaube, der HSV weiß überhaupt nicht, warum er gewonnen hat», klagte Funkel. Die Analyse von Hertha-Kapitän Arne Friedrich gab kaum Anlass zu neuer Hoffnung: «Insgesamt ist es zu wenig, auch wenn wir alles versuchen. Das ist ernüchternd.» Ganz anders stellt sich die Situation beim HSV dar: «Alles ist möglich», konstatierte Stürmerstar Ruud van Nistelrooy trotz gehörigen Punkte- Abstands nach ganz oben. BVB-Matchwinner war der Ägypter Mohamed Zidan, der mit der Vorlage zum 1:0 durch Kevin Großkreutz und zwei eigenen «Zaubertoren» nicht nur Jürgen Klopp zum Schwärmen brachte: «Das war ein Riesenspiel von ihm, eines der besten für Dortmund.»

Weder Fisch noch Fleisch gab es für Bremen und Stuttgart. Der VfB sah nach Treffern von Pawel Pogrebnjak und Sami Khedira lange wie der sichere Sieger aus. Doch ein Patzer von Torhüter Jens Lehmann vor Hugo Almeidas 1:2 und ein von Torsten Frings verwandelter Foulelfmeter brachten den VfB um die Chance, bis auf einen Zähler an die sechstplatzierten Gastgeber heranzukommen. Der 40 Jahre alte Lehmann wartete nach den 90 Minuten noch mit einer Überraschung auf: «Wenn etwas ganz Exotisches passiert, soll man niemals nie sagen» - plötzlich scheint Lehmanns Rücktritt vom längst angekündigten Rücktritt möglich.

dpa-infocom


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