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FSV Mainz 05

Gegen Freiburg: Tabellensituation blendet niemanden

Mainz Geht die Serie des FSV Mainz 05 am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga weiter? Der Tabellensiebte muss nach den zwei 1:0-Siegen in Hoffenheim und gegen den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) im Duell der Aufsteiger beim SC Freiburg ran.

Trainer Thomas Tuchel erklärte gestern, er habe das Gefühl, seine Mannschaft sei "wahnsinnig hungrig", nun auch beim Tabellenvorletzten zu bestehen.

Mit den beiden zurückliegenden Auftritten in der Bundesliga, insbesondere dem denkwürdigen Heimspiel vor einer Woche, haben die Fußballprofis des FSV Mainz 05 ziemlich deutlich zu erkennen gegeben, dass am Bruchweg niemand gewillt ist, diese Saison einfach so ausklingen zu lassen. Der 1:0-Sieg in Hoffenheim, das Spiel gegen den 1. FC Köln, in dem der Aufsteiger über eine Stunde lang mit einem Mann weniger auf dem Platz einen weiteren 1:0-Erfolg erarbeitete und erspielte, brachten die 05-Profis auf 38 Punkte und Rang sieben in der Tabelle.

Der Abstiegskampf war und bleibt ein Thema, das die Mannschaft von Thomas Tuchel in dieser Spielzeit nicht berührt. Die große Frage vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg lautet nun: Können die 05er diese augenblickliche Form weiter transportieren, und bringt der exzellente Tabellenstand die nötige Lockerheit, entsprechend aufzuspielen? Um mit der nötigen Überzeugung und gestiegenem Selbstvertrauen die Serie weiter auszubauen?

"Wir haben Blut geleckt", formulierte der 05-Trainer die einhellige interne Meinung. "Wenn du es schaffst, ein solches Spiel wie das gegen die Kölner zu gewinnen, dann ist so etwas sehr nachhaltig", erklärte der 36-Jährige. "Das gibt Vertrauen in allen Bereichen. Das sind Siege, die hängen bleiben, die zu einer großen Überzeugung führen." In dem Wort Erfolg, dozierte Tuchel weiter, stecke ja schon drin, dass dieser auf etwas folge. "Auf die Mentalität der Mannschaft und auf sehr viel Arbeit. Auf hohes Trainingsniveau und einen großen Konkurrenzkampf." Nur dadurch seien Leistung und Punktzahl möglich.

"Das ist uns alles nicht zugeflogen. Dafür haben wir hart gearbeitet. Und das steht auch im Mittelpunkt dessen, was wir der Mannschaft kommunizieren", sagte Tuchel. "Darin ist eingeschlossen, dass wir uns nicht ausruhen." Natürlich sei es in der Situation, in der sich die Mannschaft befinde, nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere Spieler auf die Idee kommen könne, es gehe nun auch mit ein paar Prozent weniger. Diese Tendenz stelle er in seinem Kader allerdings nicht fest. "Ich habe vielmehr das Gefühl, dass alle wahnsinnig hungrig sind. Die Spieler wissen, was sie gerade leisten, aber auch, dass es für uns in Freiburg ein hartes und schweres Spiel wird", so der 05-Trainer.

Innerhalb der Mannschaft sei allen klar, dass man sich von der Tabellensituation nicht blenden lassen dürfe. "Unsere eigenen Ansprüche sind maßgeblich. Das heißt, dass wir erneut eine Topleistung bringen müssen, wenn wir punkten wollen."

Sechs Punkte hat der Mitaufsteiger zu Hause geholt. Der einzige Sieg im Badenovastadion war ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Zuletzt kassierte der Sportclub unglückliche Heimniederlagen gegen Hertha BSC und Hannover 96 und landete nach dem 1:2 vor einer Woche beim FC Bayern München auf dem vorletzten Tabellenplatz. Völlig klar, dass Trainer Robin Dutt gegen die Mainzer einen Sieg braucht und sich diesen Erfolg gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle jenseits von gut und böse steht, ausrechnet.

"Die Freiburger werden am Samstag nicht daran denken, was gegen Hannover oder gegen die Bayern passiert ist", vermutete Tuchel. "Die sind fokussiert auf 15.30 Uhr. Auf ein neues Spiel. Es wird also an uns liegen, an unserem Auftreten, ihnen ein paar Wiedererkennungswerte zu verschaffen."

Für die 05er gehe es einzig und alleine darum, jene Mentalität wie in Hoffenheim oder gegen den FC Köln abzurufen, um in Freiburg zu bestehen. "Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt", sagte Tuchel. Die Aufgabe der Mannschaft in diesem Auswärtsspiel sei es, dem Gegner in jeder Phase der Begegnung das Gefühl zu vermitteln, dass es erneut nicht gelingen werde, dieses Heimspiel zu gewinnen.

"Dafür benötigen wir ein richtig gutes Match", erklärte Tuchel. "Denn diese nächste Hürde ist eine große Hürde, die von uns eine Topleistung verlangt. Wir sind jedoch in einer guten Phase, die wir weiter pflegen wollen. Wir sind vor dieser Partie alle sehr positiv gestimmt."

Die beiden letzten Begegnungen im Breisgau gewannen die 05er übrigens. In der vergangenen Zweitligasaison gab es einen Mainzer 1:0-Erfolg im Ligaduell und einen 3:1-Sieg im DFB-Pokal. Und auch im bisher einzigen Bundesligaspiel in Freiburg, in der Saison 2004/05, gab es einen 2:1-Sieg der 05er.

Jörg Schneider

RZO


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