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Sieg und Schluss für Hauswald - Auch Beck hört auf

Oslo Als Simone Hauswald nach dem fünften Weltcupsieg ihrer Karriere beim Biathlon-Sprint in Oslo ins Ziel kam, war ihre Freundin Martina Beck als erste Gratulantin zur Stelle und fiel der 30-Jährigen um den Hals.

Viele Jahre sind Hauswald und Beck zusammen durch die Biathlon-Welt gereist, gemeinsam gaben sie auch das Ende ihrer Karrieren bekannt. «Ich denke, das ist der richtige Zeitpunkt», sagte Hauswald in der ARD, nachdem sie im Sprint über 7,5 Kilometer ihren zweiten Saisonsieg gefeiert hatte. «Der Leistungssport hat uns soviel gegeben, doch irgendwann muss einfach Schluss sein», meinte Beck, die auf Platz 13 kam. Zusammen mit Kati Wilhelm, die bereits ihren Ausstieg verkündet hat, wird in der Kälte Sibiriens eine außergewöhnliche Biathlon-Generation ihre Gewehre für immer in die Ecke stellen. Doppel-Olympiasiegerin Neuner und Andrea Henkel heißen fortan die Zugpferde im deutschen Biathlon.

«Wie heißt es so schön: Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist», sagte Hauswald nach dem Sprintrennen in Oslo. «Gerade Simone hat mit ihrem Sieg hier in Oslo bewiesen, dass sie noch einige Jahre in der Spitze mitlaufen könnte», sagte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang. «Natürlich ist es schade, dass sie aufhören. Zusammen mit Kati Wilhelm werden sie eine große Lücke im Team hinterlassen.»

Auch der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes, Thomas Pfüller, erwartet, dass das Abtreten der jahrelangen Medaillensammler «ein Loch hinterlassen wird». Pfüller blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft. «Wir müssen mit Blick auf Sotschi 2014 jetzt den Neuaufbau einleiten. Mit Magdalena Neuner und Andrea Henkel haben wir aber weiter zwei Topathleten, die im kommenden Jahr stabile Ergebnisse für uns bringen müssen.»

Spätstarterin Hauswald errang ihren größten Erfolg bei der Weltmeisterschaft in Südkorea im vergangenen Jahr, als sie im Sprint Silber gewann. Ausgerechnet in der Heimat ihrer Mutter gelang der Gosheimerin damit der Durchbruch. «Die Weltmeisterschaften in Südkorea und die Olympischen Spiele in Vancouver waren für mich noch einmal ganz persönliche Highlights in meinem Sportlerleben», sagte Hauswald, die in den Bergen von Whistler Bronze im Massenstart gewonnen hatte.

Beck feierte ihre größten Erfolge noch unter ihrem Mädchennamen Glagow. Bei den Turin-Spielen holte die Frohnatur vor vier Jahren Silber im Einzel und in der Verfolgung und feierte auch in der Staffel einen tollen zweiten Platz. Beim diesjährigen Olympia- Spektakel in Kanada erlebte die dreimalige Weltmeisterin ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem es in den Einzeldisziplinen nicht nach Wunsch gelaufen war, profitierte die Mittenwalderin von Neuners Staffel-Verzicht und schaffte mit dem Gewinn der Bronzemedaille einen traumhaften Abschluss ihrer Karriere.

«Die Medaille in Vancouver war für mich noch einmal die Erfüllung eines sportlichen Traums», sagte die 15-fache Weltcupsiegerin. «Aber ich denke, jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich neuen Zielen zu widmen. Jetzt freue ich mich auch darauf, mehr Zeit für mich, meine Familie und meine Freunde zu haben», meinte die Gesamtweltcup- Gewinnerin von 2003.

Im kommenden Winter wird der Fokus nach den Rücktritten des Erfolgstrios Wilhelm, Beck, Hauswald umso mehr auf Neuner gerichtet sein. Die 23-Jährige musste sich am Donnerstag nach zwei Patzern im Stehend-Schießen mit Platz sechs begnügen, baute ihre Führung in der Gesamtweltcupwertung aber weiter aus, weil ihre schärfste Konkurrentin Helena Jonsson aus Schweden nur Rang 24 belegte. «Ich bin im Moment auf dem Höhepunkt meiner Karriere. Es wäre toll, wenn ich jetzt auch noch die große Kugel gewinnen würde», sagte die sechsfache Weltmeisterin.

dpa-infocom


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