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Telekom-Datenskandal: Verfahren wird eingestellt

München/Bonn - Im Telekom-Datenskandal wird die Staatsanwaltschaft Bonn nach einem Medienbericht die Verfahren gegen Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und den früheren Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel nun doch einstellen.

Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» am Samstag berichtete, habe dies Oberstaatsanwalt Fred Apostel auf Anfrage bestätigt.

Trotz einiger Indizien, wonach die Telekom-Spitze Gewerkschafter und Journalisten bespitzeln ließ, um undichte Stellen zu enttarnen, «konnten wir ihre Einlassungen letztendlich nicht widerlegen», zitiert das Magazin den Behördensprecher. Die Bonner Ermittler werden laut «Focus» vier Verdächtigen aus der zweiten Reihe den Prozess wegen Untreue und illegaler Auswertung von Telefonverbindungsdaten machen. Die Staatsanwaltschaft Bonn war am Samstag für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

In der Affäre geht es um die Bespitzelung von Aufsichtsratsmitgliedern, Betriebsräten und Journalisten. Konzernmitarbeiter hatten durch den Abgleich von Verbindungsdaten von Aufsichtsräten und Medienvertretern versucht, eine undichte Stelle über die Weitergabe von internen Informationen zu schließen. Im Frühjahr 2008 war die Spitzelaffäre öffentlich geworden und hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Sa, 20. Mär. 2010, 17:46 © Rhein-Zeitung & dpa-infocom
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