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Zahn raus, Finger im Auge: Alba-Einsatz belohnt

Badalona Unter Aufbietung aller Kräfte hat Alba Berlin erneut Basketball-Geschichte geschrieben und erreichte nach einem dramatischen 68:62 bei Joventut Badalona als erstes deutsches Team das Viertelfinale des Eurocups.

Center Blagota Sekulic büßte während der Partie einen Zahn ein, Rashad Wright bekam einen Finger ins Auge, Julius Jenkins knickte um, Immanuel McElroy konnte vor Krämpfen kaum noch laufen - doch nach der Schlusssirene war der Schmerz wie weggeblasen. «Großartig. Das reiht sich in die Liste der großen internationalen Auftritte ein und ist auf jeden Fall unter den Top-Spielen», sagte Alba-Sportdirektor Henning Harnisch, der als Profi in Berlin selbst unvergessene Europapokal-Abende erlebt hat, und jetzt flachste: «Wir werden uns jetzt schon die eine oder andere Apfelsaftschorle genehmigen.»

Harnisch hat nun die Vierer-Endrunde am 17. und 18. April im spanischen Vitoria im Blick: «Wir sind noch nicht fertig. Wir werden alles dafür tun, dass wir den Schritt in das Final Four schaffen», kündigte Harnisch an. Dafür muss der Bundesliga-Spitzenreiter im zweitwichtigsten kontinentalen Club-Wettbewerb am 24. und 31. März aber noch Hapoel Jerusalem ausschalten. Zunächst treten die Berliner in Israel gegen den ULEB-Cup-Sieger von 2004 an.

In der EuroChallenge will die BG Göttingen den großen Wurf landen. Der schon für das Viertelfinale qualifizierte Bundesligist trifft nach dem klaren 86:67 im niederländischen 's-Hertogenbosch in einer «best-of-three»-Serie vom 23. März an auf FMP Belgrad. Weniger Glück hatten die Artland Dragons, die das Viertelfinale knapp verpassten. Trotz einer 63:55-Führung unterlagen die Quakenbrücker noch 67:69 bei KK Zagreb, das damit weiterkam. «Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, und es ist schwer zu akzeptieren, dass wir verloren haben», sagte der tief enttäuschte Trainer Thorsten Leibenath.

Alba hat mit dem Korac-Cup-Triumph 1995, dem Europaliga- Klassiker gegen Olympiakos Piräus 1996 oder den fünf Verlängerungen gegen Bosna Sarajevo 2007 schon für Schlagzeilen gesorgt und stand 1998 in der Europaliga mit Harnisch als erster deutscher Verein unter den letzten Acht. Das gelang 2001 auch in der damaligen SuproLeague.

Auf dem hindernisreichen Weg in Badalona zum größten internationalen Erfolg seit neun Jahren hatte Alba bei den Katalanen drei Viertel lang offensiv große Probleme und lag zwischenzeitlich mit mehr als zehn Punkten zurück. «Dann fing die großartige Geschichte an. Wir haben uns gegen die vorgeschriebene Dramaturgie gewendet», sagte Harnisch. Vor 6000 Zuschauern in der Olympia-Halle drehten die Berliner im fulminanten Schluss-Abschnitt mit 33 Punkten einen 35:42-Rückstand in einen 68:62-Sieg um. «Meine Spieler waren im letzten Viertel großartig. Ich denke, wir haben Joventut mit den 33 Punkten überrascht», sagte Berlins Coach Luka Pavicevic. Harnisch meinte: «Am Ende war das nur noch cool.»

dpa-infocom


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