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Prüfungsangst mit Rollenspielen überwinden

Köln Die Angst vor Prüfungen lässt sich am besten überwinden, indem Studenten solche Situationen regelmäßig üben.

Ein gutes Mittel seien Rollenspiele, sagte die Studienberaterin Walburga Wolters von der Uni Köln.

Studenten bekämen die eigene Unsicherheit besser in den Griff, wenn sie eine Prüfung vorab mit Kommilitonen durchspielen. Danach könnten sie ein Colloquium besuchen und sich vom Dozenten probeweise in die Mangel nehmen lassen.

Nach solchen Testläufen gingen die meisten wesentlich ruhiger in eine Prüfung. «Dann ist sie nicht mehr die große Unbekannte, die einen bedroht», sagte Wolters auf der Bildungsmesse Didacta in Köln (16. bis 20. März). Der erste Schritt gegen Prüfungsangst sei, sich ihr zu stellen. «Wichtig ist, dass man etwas unternimmt.» Denn wenn Studenten versuchen, sie zu verdrängen oder ihr aus dem Weg zu gehen, werde sie nur schlimmer.

Studenten sollten keine Hemmungen haben, sich Hilfe zu holen, wenn ihnen schon beim Gedanken an die nächste Klausur oder mündliche Prüfung Angst und Bange wird. Psychologische Berater könnten ihnen beispielsweise zeigen, wie sie das richtige Verhalten bei aufkommender Nervosität trainieren. «Da gibt es zum Beispiel Atemtechniken, die dabei helfen», sagte Wolters.

In Kursen zur Prüfungsvorbereitung werden Studenten angeleitet, bei ihren Antworten in Tests auf den Punkt zu kommen und die Zeit nicht aus den Augen zu verlieren, erläuterte Wolters. Bei einem mündlichen Test sei es wichtig, Vortragstechniken zu üben.

Denn damit hätten viele Probleme: Einige redeten vor lauter Aufregung wie ein Wasserfall und ließen den Prüfer gar nicht zu Wort kommen. «Hinterher sagen sie dann: 'Komisch, der hat mich kaum etwas gefragt'», erzählte Wolters. Andere gerieten leicht ins Stocken und würden dann so nervös, dass sie komplett aus dem Konzept kommen.

Hilfreich sei auch, mit der Aufregung in der Prüfung offen umzugehen und sie nicht komplett auszublenden. «Eine gewisse Nervosität ist sogar produktiv», sagte Wolters. Und selbst wenn Studenten einen gefürchteten «Blackout» haben, müsse das nicht die Prüfungsnote vermiesen. «Es kommt dann darauf an, das zu artikulieren», riet Wolters. So könnten Studenten in so einer Lage zum Beispiel sagen: «Entschuldigen Sie bitte, ich stehe gerade auf dem Schlauch. Könnten wir vielleicht an einem anderen Punkt weitermachen?» In der Regel helfe der Prüfer einem dann auf die Sprünge. «Der will ja auch, dass die Prüfung gut läuft.»

dpa-infocom


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