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Musik

Iggy Pop und Genesis in der «Hall of Fame»

New York «Thank You For The Music» und «Turn It on Again» für die «Rock and Roll Hall auf Fame»: Die «Ruhmeshalle» der Musiker hat am Montagabend in New York mehrere Künstler zu neuen Mitgliedern erhoben.

In einer Zeremonie im «Waldorf-Astoria»-Hotel rückten Genesis, die Stooges mit Sänger Iggy Pop und, fast drei Jahrzehnte nach der Trennung, die schwedische Gruppe Abba in den Pop- Olymp auf. Außerdem waren in der Runde 2010 auch die Brit-Rock- Pioniere The Hollies oder Reggae-Musiker Jimmy Cliff dabei.

Mit Spannung war erwartet worden , ob Abba kommt. Traditionell treten die Musiker bei der Ehrung selbst auf, doch Abba hatte nach der Trennung 1982 jedes Angebot ausgeschlagen - selbst eines über eine Milliarde Dollar. In New York waren dann von den vier Musikern auch nur ein A und ein B vertreten, nämlich Anni-Frid Lyngstad und Benny Andersson. Gesungen wurde ihr Hit «The Winner Takes It All» allerdings von der amerikanischen Sängerin Faith Hill. Der 63-jährige Andersson begleitete sie am Piano.

Zuvor hatte er gesagt, Abba sei von schwedischer Folklore, dem amerikanischen Militärmusiker John Philip Sousa und «German Schmaltz» (deutschen Schnulzen) beeinflusst worden.

Auch Genesis sang nicht selbst , stattdessen interpretierte Phish einige Songs der Briten. Weil die Karriere der Band in zwei Episoden geteilt werden kann - zuerst mit Peter Gabriel als Sänger, später mit Phil Collins - war auch ihr Auftreten neugierig erwartet worden. Tatsächlich kam Gabriel nicht, weil er mit einem Orchester für eine Tournee proben müsse. «Das ist eine sehr aufrichtige, legitime Entschuldigung», sagte Bassist Mike Rutherford.

Iggy Pop (63) feierte sich, wie fast immer, mit nacktem Oberkörper, als «der von der Welt vergessene Junge». Grund der Anspielung war, dass seine Band The Stooges immer wieder nominiert worden waren, aber nie in die Hall of Fame aufrückte. «Nach dem siebten Mal dachten wir langsam, wir sollten stolz drauf sein, immer noch nicht drin zu sein», sagte Gitarrist James Williamson.

Die «Rock and Roll Hall of Fame» ehrt Musiker, Produzenten und Songschreiber, die bestimmenden Einfluss auf die Entwicklung des Rock 'n' Roll gehabt haben. Seit 1986 wird jedes Jahr nur eine Handvoll Künstler neu aufgenommen. Zu den ersten Auserwählten gehörten Elvis Presley, Fats Domino und Jerry Lee Lewis. Die Mitglieder bekommen im Rock-and-Roll-Museum in Cleveland (Ohio) eine eigene Ausstellung. Die Ruhmeshalle wird von einer Stiftung getragen.

dpa-infocom