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Hauptausschuss empfiehlt Bad Kreuznacher Stadtrat: Udo Bausch soll Wirtschaftsförderer werden

Bad Kreuznach Als erster Wirtschaftsförderer der Stadt will Udo Bausch (54, parteilos) eine „Sympathie-Offensive“ starten.

Gestern Abend hat ihn der Hauptausschuss aus ursprünglich 40 Bewerbern als nun einzigen Kandidaten für dieses Amt bestimmt. Nun muss ihm noch der Stadtrat am kommenden Donnerstagabend grünes Licht geben.

Noch arbeitet Bausch als Wirtschaftsförderer in Frankfurt/Main. Dort habe er in 15 Jahren ein Netzwerk aus 1500 Kontakten zu Unternehmen aufgebaut. Seiner Ansicht nach sollte „eine Stadt Betriebe deutlich spüren lassen, wie wichtig und wertvoll sie ihr sind“. Der gelernte Diplom-Verwaltungswirt und Jurist versteht sich als „Teamplayer“. So möchte Udo Bausch den engen Schulterschluss mit politischen Gremien und der Verwaltung suchen. Kultur und Wirtschaft sind für Bausch „wichtige Partner“. Die Gesellschaft müsse sich von dem Gedanken verabschieden, dass der Staat alles regele. Stattdessen sei immer mehr privates Engagement gefragt. Bausch: „Wir alle sind aufgefordert, neue Ideen für die Zukunft zu liefern.“

Die Frankfurter Drogenszene an der Taunusanlage auflösen - auch diese Aufgabe stellte sich ihm als Verwaltungsmitarbeiter. Seine Strategie: „Die persönlichen Schicksale der Menschen ernst nehmen und ihnen durch Sozialarbeit individuelle Hilfen anbieten.“

Was hat den Rüsselsheimer zum Wechsel von der Mainmetropole an die Nahe bewegt? Seine Frau habe ihn auf die Stellenanzeige hingewiesen. So hat der zweifache Vater „volle Rückendeckung“ seiner Familie und plant auch einen Umzug nach Bad Kreuznach. Er verrät: „Beim Rundgang durch das Kurviertel habe ich mich sofort in diese Stadt verliebt.“ Er sieht in ihr auch einen geeigneten Standort für „Think Tanks“ großer Unternehmen. Bausch wird eine hoch dotierte Stelle antreten (A 16/B 2 gemäß der Kommunalbesoldungsverordnung). Seine Stelle wird die Stadt insgesamt 150 000 Euro im Jahr kosten. (gb)

Mo, 22. Mär. 2010, 20:34 © Rhein-Zeitung & red.web
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