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Schumacher und Vettel relaxen vor Melbourne-GP

Melbourne Michael Schumacher gönnte sich mit Gattin Corinna einen entspannten Kurzurlaub in Australien, Sebastian Vettel relaxte beim Boomerang-Werfen und Didgeridoo-Spielen.

Die beiden deutschen Formel-1-Aushängeschilder ließen es in Melbourne vor dem zweiten Saisonrennen locker angehen.

«Wie in den vergangenen Jahren war ich auch diesmal schon sehr früh auf dem Kontinent und habe mir einige schöne Tage zum Trainieren, Anpassen und Relaxen gegönnt, damit ich zum Rennwochenende fit und ausgeruht bin», teilte Schumacher mit. Vettel versicherte nach einem Schnellkurs in zwei zentrale Kulturbestandteile der Aborigines: «Das ist ganz schön schwierig, macht aber Spaß.»

Gleich bei seinem ersten Versuch erfuhr Vettel, wie tückisch das gebogene Holzwurfgerät der australischen Ureinwohner bei mangelhafter Technik und wechselndem Wind fliegen kann: Der Red-Bull-Pilot schleuderte den Boomerang auf ein neben dem Football-Platz der Melbourne Highschool geparktes Auto, verursachte jedoch keine Beule. Aber dann glückten die Würfe dank der Tipps seines Lehrers Ron Murray immer besser. «Er hat Talent», bescheinigte der Vermittler von Aborigine-Kultur dem Anfänger. Zudem bewies der Vize-Weltmeister musikalische Fähigkeiten mit dem Didgeridoo: Gleich beim ersten Versuch entlockte er dem als schwierig geltenden großen Holzinstrument durchaus passable Töne.

Während Vettel seine Freizeitaktivitäten in aller Öffentlichkeit genoss, erholte sich Schumacher ohne Fotografen und Fernsehreporter. Unter anderem fuhr der Fitness-Freak viel Fahrrad. Der Mercedes-Pilot besuchte im Fahrerlager auch sein altes Team. Im Ferrari-Motorhome ließ sich der «Abtrünnige» Pasta schmecken und plauderte lachend und angeregt mit Angehörigen der Scuderia.

Auf seinen 17. Start «down under» nach drei Jahren Pause freut sich der prominente Rückkehrer und Australien-Liebhaber besonders. «Australien ist immer irgendwie ein Highlight im Formel-1-Kalender, das hat sich für mich in all den Jahren nie geändert», sagte Schumacher. «Ich habe sehr viele sehr gute Erinnerungen an Melbourne, und meist haben sich interessante Rennen abgespielt.» Viermal und damit so oft wie kein anderer Fahrer hat der 91-fache Grand-Prix- Gewinner auf dem Albert Park Circuit triumphiert.

Schumacher zählt allerdings nicht zu den Siegkandidaten. Der neue Silberpfeil ist laut Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug noch nicht siegfähig. Und Schumacher, der mit seinem sechsten Platz von Bahrain im Gegensatz zu vielen Kritikern zufrieden war, sieht den zweiten Saisonlauf eher als weiteren Schritt auf dem Weg zurück zu alter Stärke. «Ich bin sicher, dass Melbourne mir helfen wird, noch besser in den Rhythmus zu kommen und bin zuversichtlich für das Rennen», sagte der 41 Jahre alte Kerpener.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone mahnte auf alle Fälle schon mal zur Geduld. «Gebt ihm Zeit!», sagte der Brite in einem Interview der «Sport Bild». «Er ist gerade erst zurück, war lange Zeit in den Ferien.» McLaren-Mercedes-Rivale Lewis Hamilton traut Schumacher schon zu, besser als in Bahrain abzuschneiden. «Und wenn er ein Auto zum Gewinnen hat, hat er auch die Chance auf den Sieg», sagte der Weltmeister von 2008.

Ein Auto zum Gewinnen ist der Red Bull. Deshalb hat Vettel den Frust über den verpassten Sieg wegen einer kaputten Zündkerze in Sachir längst überwunden, er schaut optimistisch auf den Melbourne- Grand-Prix. «Es gibt keinen Grund, warum wir hier nicht gut sein sollten», sagte der 22 Jahre alte Titelkandidat aus Heppenheim. «Das Auto geht gut, das macht uns selbstbewusst. Mein Ziel ist der Sieg.» Als schärfste Konkurrenten stuft Vettel wie schon in Bahrain Ferrari ein. Fernando Alonso, der nach seinem Auftaktsieg mit 25 Punkten vor seinem Teamkollegen Felipe Massa (18), Hamilton (15) und dem viertplatzierten Vettel (12) führt, ist zwar auch zuversichtlich, warnte aber: «Das wird ein schweres Rennen.»

dpa-infocom


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