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Neuner will große Kugel beim Biathlon-Finale

Chanty-Mansijsk Abschiedsschmerz auf der einen, Erfolgshunger auf der anderen Seite - der Abschluss-Weltcup im sibirischen Chanty-Mansijsk wird für die deutschen Biathletinnen noch einmal eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Das Erfolgstrio Kati Wilhelm, Martina Beck und Simone Hauswald erlebt in der Kälte Sibiriens seine letzten Rennen, Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner steht mehr als 5000 Kilometer fern der Heimat dagegen vor ihrem nächsten großen Triumph. Mit guten Resultaten im Sprint am 25. März und im Massenstart zwei Tage darauf kann sich die 23-Jährige auch noch den Gesamtweltcup sichern und damit die beste Saison ihrer Karriere krönen.

«Natürlich ist der Gesamtweltcup jetzt das Ziel, auch wenn ich ganz schön müde bin. Aber wenn man so nah dran ist, will man die große Kugel natürlich auch holen», sagte Neuner, die bereits die kleine Kugel für den Gewinn des Verfolgungs-Weltcups in der Tasche hat.

Doch die zweimalige Goldmedaillen-Gewinnerin von Whistler wird ausnahmsweise einmal nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr rückt das Ende einer großartigen Biathlon-Generation ins Zentrum des Interesses. Wilhelm, Beck, Hauswald - gleich drei Ausnahme-Sportlerinnen werden die Fans nach den Wettkämpfen in Chanty-Mansijsk nicht mehr in der Loipe sehen.

«Ich wünsche mir einfach , dass es nicht so wehtut. Sowohl körperlich als auch seelisch», sagte Wilhelm der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach ihrer Rücktritts-Ankündigung hatte das «Rotkäppchen» erst einmal ein paar Tränen verdrückt, doch inzwischen wirkt die dreimalige Olympia-Siegerin wie von einer Last befreit. «Es ist schön, die letzten Wettkämpfe noch in einer so guten Verfassung absolvieren zu können», sagte die 33-Jährige, die wie Beck und Hauswald auf einen erfolgreichen Abschluss hofft. «Noch einmal auf dem Treppchen zu stehen, wäre natürlich super. Wenn, dann dürfte es im Spint klappen», sagte die Thüringerin.

In Oslo lief Wilhelm knapp am Podest vorbei, dafür schlug in der norwegischen Hauptstadt die große Stunde von Hauswald. Drei Rennen - drei Siege. Nach dem ersten Hattrick ihrer Laufbahn wollten viele die Doppel-Bronze-Medaillen-Gewinnerin von Whistler bereits zu weiteren Jahren in der Loipe bewegen, doch die 30-Jährige winkt ab. «Die Entscheidung ist definitiv und sie kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.» In den sibirischen Weiten kann sie ihre Abschlusssaison noch mit zwei kleinen Kugeln krönen - im Sprint- und im Massenstart- Ranking liegt die Gosheimerin auf Platz eins. «Es wäre toll, wenn ich am Ende eine kleine Kristallkugel mit nach Hause nehmen könnte», sagte Hauswald.

«Natürlich ist das ein komisches Gefühl, wenn man daran denkt, dass es am Sonntag vorbei ist», sagte Beck der dpa. «Ich will die Rennen noch einmal richtig genießen, freue mich aber auch auf das, was danach kommt», so die dreimalige Silbermedaillen-Gewinnerin von Turin 2006. Auch wenn sie in diesem Winter nicht mehr ganz mit der Spitze mitlaufen konnte, fällt ihr Gesamt-Fazit positiv aus. «Es war eine tolle Zeit», sagte Beck. Sie gewann in ihrer Laufbahn insgesamt 15 Weltcups.  

Wie schon den gesamten Winter stehen die Männer auch beim letzten Weltcup im Schatten der Frauen. Letztmals ist Frank Ullrich als Bundestrainer für die deutschen Biathleten verantwortlich. In Simon Schempp und Andreas Birnbacher deuteten zwei seiner Athleten zuletzt in Oslo immerhin an, dass sie den Sprint-Olympiasieger von Salt Lake City 1980 vielleicht doch noch mit einem Weltcup-Sieg verabschieden könnten. Von Lars Reinefeld, dpa

dpa-infocom


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