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Müde Savchenko/Szolkowy verpassen WM-Hattrick

Turin Müde, ausgelaugt und urlaubsreif: Nach einer total verkorksten Saison haben die Chemnitzer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy den Hattrick bei Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften knapp verpasst.

Trotz einer geschmeidigen Kür zur Filmmusik «Jenseits von Afrika» konnten die olympischen Bronzemedaillengewinner in Turin den Rückstand auf die Chinesen Pang Qing/Tong Jian (211,39) nicht aufholen und wurden mit 204,74 Punkten Zweite. Bronze ging an Yuko Kawaguti/Alexander Smirnow (Russland/203,79). An den Weltrekord von 216,57 Punkten der Olympiasieger Shen Xue/Zhao Hongbo, die ihre Karriere beendet haben, kam in Norditalien keiner heran.

«Unser wichtigstes Ziel waren zwei fehlerfreie Programme, das haben wir leider nicht ganz geschafft», sagte Trainer Ingo Steuer, der aber kaum Kritik äußern konnte, nachdem lediglich seine 26 Jahre alte Schülerin den Toeloop nur zwei- statt dreimal drehte. Nach dem Wettbewerb verkündete Steuer, dass er bis zu Olympia 2014 in Sotschi mit Savchenko/Szolkowy arbeiten werde. «Silber war Gold wert. Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können und dass wir zusammen bis Sotschi gehen wollen», sagte der Trainer der Chemnitzer.

«Sie sind einfach platt, das merkt man ihnen an», sagte Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU) über die Sachsen, die erstmals nach 72 Jahren das Triple für Deutschland holen wollten. Steuer machte an der Bande ein angespanntes Gesicht und tröstete die Chemnitzer, die in diesem Winter so einiges durchgemacht haben.

Der 26 Jahre alten Savchenko brach dreimal die Schlittschuh-Schiene, dann kämpfte sie wochenlang mit Grippe und nach einem Sprungproblem nahm sie sogar Nachhilfe bei Trainerlegende Jutta Müller. «Die Saison war nicht einfach. Sie haben versucht, das beste daraus zu machen», sagte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf, «unser Paar hat die kompletteren Programme als die Konkurrenz, aber sie dürfen eben keine Fehler machen.»

Die deutschen Meister Maylin Hausch und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen/142,98) beendeten den Wettbewerb vor 5000 Zuschauern im Palavela-Eisring nach einem Sturz als 14. - einen Platz besser als im Vorjahr. «Wir bleiben auch in der neuen Saison bei unserem Coach Karel Fajfr, leben weiter in Oberstdorf und sind uns treu», sagte der 25-Jährige, der erst seit eineinhalb Jahren privat und auf dem Eis mit Hausch (21) verbandelt ist.

Zuvor hatte der deutsche Vize-Meister Peter Liebers wie in den vergangenen zwei Jahren das Kürfinale der besten 24 Läufer um Haaresbreite verpasst - es fehlten nicht einmal zwei Zehntel Punkte. «Das Einlaufen war erste Sahne, danach wollte ich volles Risiko gehen und auf Angriff laufen», sagte der Berliner, der nach einem kapitalen Sturz beim vierfachen Toeloop auch den dreifachen Axel nicht sauber stehen konnte und zudem beim Lutz patzte. Nun droht ein ernstes Gespräch mit der Deutschen Eislauf-Union (DEU), die Liebers eigentlich für den nächsten olympischen Zyklus als Topläufer fördern wollte. «Wir sind sehr enttäuscht», sagte Dönsdorf.

Den ersten Titel für sein Land peilt unterdessen der Japaner Daisuke Takahashi an. Der olympische Bronze-Medaillengewinner brillierte mit einer blitzsauberen Kurzkür und ließ mit 89,30 Punkten den Kanadier Patrick Chan (87,80) und den Franzosen Brian Joubert (87,70) hinter sich. Von Britta Körber, dpa

dpa-infocom


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