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Staatsbank KfW 2009 mit Rekordgewinn

Frankfurt/Main - Nach zwei Katastrophenjahren hat die Staatsbank KfW 2009 ihre Rolle als Förderer der Wirtschaft unterstrichen und selbst einen Rekordüberschuss eingefahren. 1,1 Milliarden Euro Überschuss standen Ende des Jahres in den Büchern, wie die vom Bund und den Ländern kontrollierte KfW Bankengruppe am Freitag in Frankfurt mitteilte.

«Nach allem, was wir aus Januar und Februar ersehen, haben wir einen guten Start ins Jahr 2010 genommen - sowohl auf der Förder- als auch auf der Ertragsseite», sagte KfW-Chef Ulrich Schröder. Im Zusammenspiel mit dem Bund suche die Bank nach Möglichkeiten, die staatlichen Konjunkturprogramme noch effizienter zu gestalten. «Wir haben schon Sorge, dass sich die Kreditversorgung im zweiten und dritten Quartal wieder etwas verschlechtern könnte, dann wenn die schlechten Jahresergebnisse der Unternehmen den Banken vorliegen.»

Vorstellen könnte sich Schröder auch ein Engagement seines Hauses bei Beteiligungsfinanzierungen für den Mittelstand, weil dort 2011/ 2012 viele Finanzierungen auslaufen - dann, wenn Unternehmen auch noch mit höheren Eigenkapitalanforderungen zu kämpfen haben werden.

Die Trendwende 2009 sei deutlicher ausgefallen als erwartet, sagte KfW-Chef Ulrich Schröder. Ein Jahr zuvor musste die KfW wegen der Rettung ihrer inzwischen verkauften Tochter IKB und drastischen Abschreibungen rund 2,7 Milliarden Euro Verlust verkraften. Für 2007 stand sogar die Rekordsumme von fast 6,2 Milliarden Euro Miesen in den Büchern. «Wir brauchen auch deshalb einen guten Gewinn 2010, um das Kapitel IKB auch bilanziell endgültig abschließen zu können.»

Schröder betonte, der Rekordgewinn 2009 sei nicht zustande gekommen, weil sich die KfW «Laxheiten in der Risikovorsorge» geleistet habe. Im Gegenteil: Wegen der unsicheren Wirtschaftslage legte die Bank deutlich mehr Geld für mögliche Kreditausfälle zurück als ein Jahr zuvor. Die Risikovorsorge erhöhte sich um 972 Millionen Euro auf 3,055 Milliarden Euro. Die Hälfte der neuen Gelder entfielen auf Export- und Projektfinanzierungen, etwa in der Schifffahrt. «Wir haben den Eindruck gewonnen, dass wir im Risikomanagement heute wirklich ruhig schlafen können», sagte Schröder.

Wachstumsträger 2009 war vor allem der Zinsüberschuss, der auf rund 2,7 (1,9) Milliarden Euro nach oben schnellte. Die KfW profitierte dabei davon, dass sie sich dank guter Bonität an den Kapitalmärkten relativ günstig Geld beschaffen konnte. Zugute kam dem Jahresergebnis zudem, dass Wertpapiere Verluste aufholten, und dass die Staatsbank als Förderer und Finanzierer in der Krise stark gefragt war: Das Fördervolumen in Deutschland erreichte mit 50,9 (Vorjahr 45,4) Milliarden Euro den höchsten Wert der KfW-Geschichte.

Geschäftsbericht 2008: http://dpaq.de/lJNbI

dpa-infocom