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Villeroy & Boch: Rote Zahlen und Stellenabbau

Frankfurt/Main/Mettlach - Der Keramikhersteller Villeroy & Boch ist im Krisenjahr 2009 in die roten Zahlen gestürzt. Das im SDax notierte Unternehmen fuhr unter dem Strich einen Verlust von 96,5 Millionen Euro ein - nach einem Plus von 11 Millionen Euro im Vorjahr.

2010 peilt der Hersteller von Geschirr und Badkeramik operativ wieder Gewinne an. 2009 verbuchte das Unternehmen ein operatives Minus von 85,7 Millionen Euro nach einem Plus von 24,1 Millionen ein Jahr zuvor. «Zügig eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen konnten den operativen Verlust dämpfen», sagte Vorstandschef Frank Göring am Freitag. Im Schlussquartal 2009 sei bereits ein positives Ergebnis erzielt worden.

Der Umsatz des Herstellers fiel 2009 um 14,9 Prozent auf 715,3 Millionen Euro. Dabei konnten die Erlöse im Inland um 6 Prozent auf 197,6 Millionen Euro gesteigert werden. Im Ausland brach der Umsatz hingegen um 21 Prozent ein. Im laufenden Jahr erwartet die Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach Erlöse auf Vorjahresniveau. Die Aktie legte bis zum Mittag um 0,6 Prozent auf 5,03 Euro zu.

Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr angekündigt, wegen der Wirtschaftskrise rund 900 seiner weltweit etwa 9250 Arbeitsplätze zu streichen, davon ungefähr 400 in Deutschland. Bis Jahresende seien bereits 290 Stellen abgebaut worden, im laufenden Jahr sollten weitere 450 wegfallen, berichtete das Unternehmen.

Die Sonderausgaben unter anderem für den Personalabbau und eine weitere Automatisierung schlugen 2009 mit 74 Millionen Euro zu Buche. «Die Zielsetzung besteht im Wesentlichen darin, unsere Herstellkosten zu reduzieren», betont der Vorstand im Geschäftsbericht. Damit will das Unternehmen trotz zunehmenden Preisdrucks wettbewerbsfähiger werden und künftig konjunkturelle Schwankungen besser verkraften. Die Kostenbasis solle bis 2012 um mehr als 50 Millionen Euro gesenkt werden.

Für 2010 rechnet Göring mit einer konjunkturellen Stabilisierung: «Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass es auch bei der Nachfrage nach keramischen Erzeugnissen zu einer Bodenbildung kommen wird.» Der Vorstand erwartet, dass die Umsatzrückgänge in den kommenden Monaten zunächst weiter abflachen. Nach Erreichen der Talsohle sollten die Monatsumsätze gegen Jahresende allmählich steigen.

Geschäftsbericht: http://dpaq.de/Y6nRB

dpa-infocom