Privater Betreiber wird Chef am Nürburgring
Mainz Beginn einer neuen Ära am Nürburgring: Unter der Führung der Lindner-Gruppe übernimmt ein privater Betreiber die unternehmerische Verantwortung an der Rennstrecke in der Eifel.
Nach mehr als 100 Stunden Verhandlungen sei "ein sehr faires" Abkommen unterschrieben worden, sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) am Freitag in Mainz. Damit beschränkt sich die öffentliche Hand darauf, Eigentümer der gesamten Infrastruktur am Ring zu sein.
"Damit sind die Weichen für eine gute Zukunft am Nürburgring neu gestellt und noch vor Saisonstart Fakten geschaffen worden", sagten Hering und Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Eine private "Destination Nürburgring GmbH" soll als neue Betriebsgesellschaft die Attraktionen des Freizeitparks bündeln und effizienter betreiben. Zwischen ihr, der dem Land und dem Kreis Ahrweiler gehörenden Nürburgring GmbH und einer dritten Gesellschaft wurde ein Pachtvertrag für 20 Jahre abgeschlossen. Der Finanzierungsbedarf für das Projekt soll bei 330 Millionen Euro liegen.
Das Projekt war entstanden, nachdem Pläne für eine internationale Privatfinanzierung des Freizeitparks an der Rennstrecke im Juli 2009 gescheitert waren. Es entstand der Eindruck, dass die Landesregierung auf Betrüger hereingefallen war.
dpa
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