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Polizisten-Mord hinterlässt tiefe Spuren

Flughafen Hahn Trauer und Entsetzen: Rund 1000 Polizisten aus ganz Deutschland haben in der Landespolizeischule Abschied von ihrem Kollegen genommen, der vergangene Woche bei einem Einsatz im Rotlichtmilieu ums Leben gekommen war.

Bestürzung und Hilflosigkeit - sie standen den Gästen bei der Trauerfeier für den in der vergangenen Woche erschossenen Polizisten ins Gesicht geschrieben. Der Polizeioberkommissar Manuel K. war während eines Einsatzes ums Leben gekommen. Ein Mitglied der Rockergruppe "Hells Angels" hatte den erfahrenen Beamten der Spezialeinsatzkräfte (SEK) bei Neuwied erschossen. Er wurde nur 42 Jahre alt.

Zur Trauerfeier versammelten sich mehr als 1000 Polizisten an der Landespolizeischule auf dem Flughafen Hahn. Darunter eine Vielzahl SEK-Beamte in dunkelgrauen Overalls. Sie waren aus ganz Deutschland auf den Hunsrück gekommen, um von ihrem getöteten Kollegen Abschied zu nehmen. Während seiner bewegenden Trauerrede betonte der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch: "Wir können stolz auf ihn sein. Er war ein Garant für die Erhaltung unseres Rechtsstaats." Der verstorbene SEK-Beamte werde nicht vergessen sein.

Als der Chef der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei, Dieter Frank, den Werdegang des verlorenen Freundes und Kollegen schilderte, waren viele der gut 750 Menschen im Tagungszentrum sichtlich gerührt. Auch draußen vor dem Gebäude verfolgten Hunderte Polizisten die Trauerzeremonie per Tonübertragung. "Er war ein gewissenhafter Beamter, der im Kollegenkreis ein hohes Ansehen genoss", verdeutlichte Frank die Wertschätzung für Manuel K. Der tragische Polizeieinsatz in der vergangenen Woche habe vor allem bei SEK-Beamten tiefe Spuren hinterlassen, und diese sinnlose Tat führe wieder einmal vor Augen, welche Gefahren mit dem Polizeiberuf verbunden sind.

Dazu Pastoralreferent Hubertus Kesselheim: "Es ist der Tod eines Menschen, der mitten im Leben stand, der nichts anderes tat, als seinen Beruf auszuüben." Obwohl laut Bruch alles getan wurde, um einen solch tragischen Fall zu verhindern, wird geprüft, ob Verbesserungen möglich sind: "So etwas darf sich nicht wiederholen."

Maximilian Eckhardt

RZO