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Cites - 175 Staaten machen mit

Viele Tiere und Pflanzen sind durch den internationalen Handel vom Aussterben bedroht. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen wurde 1973 ins Leben gerufen, um den Handel mit bedrohten Arten zu begrenzen oder ganz zu verbieten.

Ein anderer Name für das Abkommen ist Cites (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora/Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten von wilden Tieren und Pflanzen). Inzwischen hat es 175 Mitgliedsländer. In das Abkommen sind bislang mehr als 5000 Tier- und rund 29 000 Pflanzenarten aufgenommen worden. Sie werden in drei Anhängen gelistet:.

Anhang I enthält vom Aussterben bedrohte Arten wie Großwale, Menschenaffen, Tiger und - mit Ausnahmen für einige Länder - Elefanten. Mit diesen Arten oder ihren Produkten darf international nicht gehandelt werden.

Anhang II umfasst etwa Geckos und einige Affenarten. Der Handel mit ihnen unterliegt strengen Auflagen. Die Art darf dadurch nicht weiter gefährdet werden. Die bei Weitem meisten der gelisteten Arten stehen in diesem Anhang.

Anhang III verzeichnet Arten, die von einem Land in seinem Hoheitsbereich unter Schutz gestellt wurden.

EU hat eigene Ziele bis 2020

Die Europäische Union will den Schwund der Artenvielfalt in Europa bis zum Jahr 2020 zum Stillstand bringen. Die Biodiversität müsse aus ethischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen geschützt werden, heißt es in einem Strategiepapier, das die EU-Umweltminister vor Kurzem in Brüssel verabschiedet haben. Auch auf globaler Ebene will sich die EU für den Artenschutz einsetzen. Vor einem Jahrzehnt hatten sich die Europapolitiker bereits vorgenommen, den Artenschwund bis 2010 zu stoppen. Dieses Vorhaben ist nicht geglückt, räumten die Umweltminister ein.

Ein besonderes Risiko besteht im Moment etwa für Küstengebiete, Sümpfe und Graslandschaften. Dramatisch sieht laut einem Bericht der EU-Kommission auch die weltweite Lage aus. Demnach sterben im Moment 100- bis 1000-mal so viele Tier- und Pflanzenarten aus wie unter normalen Umständen. Wird nichts gegen diese Entwicklung unternommen, könne der Artenverlust einen wirtschaftlichen Schaden von jährlich 50 Milliarden Euro verursachen, befürchten die EU-Experten.

Bis 2050 will die EU die Artenvielfalt und die Ökosysteme so gut wie möglich fördern und wiederherstellen. Die Bundesregierung appellierte an ihre EU-Partner, mehr aufs Tempo zu drücken. "Wir dürfen uns nicht wie eine Schnecke voranbewegen", forderte Umwelt-Staatssekretärin Katherina Reiche (CDU). Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat schon vor einem Jahr die Zusage gegeben, 500 Millionen Euro zusätzlich zu investieren. "Zu dieser Zusage stehen wir. Wir brauchen allerdings Partner dazu", erklärte Reiche.

RZO