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Auch beim Hausverkauf gibt es Haken und Ösen

Berlin Nicht nur beim Kauf, auch beim Verkauf einer Immobilie lässt sich etliches falsch machen.

«Ein typischer Fehler sind unrealistische Preisvorstellungen», sagte Andreas Stücke, Generalsekretär des Immobilienbesitzerverbands Haus & Grund.

«Wenn die Immobilie dann sehr lange im Internet zum Angebot steht, wird sie sicher nicht interessanter dadurch». Wer sich sehr unsicher ist, wie das eigene Haus einzuschätzen ist, lässt einen Sachverständigen ein Wertgutachten erstellen.

Eine wichtige Frage sei außerdem, wo das Objekt angeboten werden soll. «Mit klassischen Immobilienportalen macht man in der Regel nichts verkehrt. Auch in Zeitungen zu inserieren, ist eine lohnende Überlegung.» Für Unerfahrene, die die Sache lieber nicht selbst in die Hand nehmen wollen, seien Makler eine Alternative. Wie vielen Interessenten die Immobilie gezeigt werden muss, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten: «Das kann auch sehr schnell gehen, wenn man einen kurzentschlossenen Käufer findet», sagte Stück.

Ein zentraler Punkt, über den dann Einigkeit zu erzielen ist, ist der Kaufpreis. «Die Nebenkosten wie für den Notar und den Grundbucheintrag trägt der Käufer, genau wie die Grunderwerbssteuer.» Hier droht Verkäufern allenfalls ein Risiko: Wird der Käufer zahlungsunfähig, bleibt der Verkäufer auf diesen Kosten sitzen.

Anders als bei Vermietungen, wo der Interessent in der Regel nachweisen muss, dass er die Miete zahlen kann, sei es bei Käufen nicht üblich, die Bonität zu überprüfen. Das hat auch darin seinen Grund, dass die Immobilie im Besitz des Verkäufers bleibt, bis der Kaufpreis komplett bezahlt ist. Besprochen werden sollte auch, wie der Kaufpreis gezahlt wird - also auf einen Schlag oder in mehreren Raten. «Abschlagzahlungen sind nicht selten», sagte Stücke.

Möglich sei eine in der Höhe frei verhandelbare Anzahlung - der Rest des Kaufpreises wird dann mit der Umtragung im Grundbuch fällig. Dabei geht klassischerweise das Geld vom Käufer an den Notar, der es an den Verkäufer weiterreicht, sobald der Grundbucheintrag erfolgt ist. «Das kann durchaus etwas dauern, zwei Wochen oder mehr sind nicht ungewöhnlich.» Den Immobilienverkauf ganz ohne Notar abwickeln, das geht nicht - an den Kosten dafür kommt der Käufer nicht vorbei.

Für beide Seiten sinnvoll sei es, vor dem Verkauf die Immobilie noch einmal auf Mängel hin zu begutachten. «Jeder Käufer legt Wert darauf, und auch jeder Verkäufer ist gut beraten, dem zuzustimmen», sagte Stücke. Vernünftigerweise schaut sich der Käufer die Immobilie mit einer Person seines Vertrauens an. «Der Verkäufer kann dabei sein, muss aber nicht.»

Zu empfehlen sei allerdings , dass Käufer und Verkäufer hinterher ein Protokoll unterschreiben, in dem Mängel festgehalten sind - oder eben auch, dass es keine gibt, zumindest keine offensichtlichen. Eine Gewährleistung wird im Vertrag üblicherweise ausgeschlossen. Nur wenn Mängel der Immobilie arglistig verschwiegen wurden, müsse der Verkäufer anschließend noch haften.

dpa-infocom



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