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«Tormaschine» Barrios: Auf den Spuren von Amoroso

Dortmund Zwei Spiele, vier Treffer und jede Menge Lob. Lucas Barrios wandelt auf den Spuren von Marcio Amoroso.

Acht Jahre nach dem exzentrischen Brasilianer liebäugelt wieder ein Angreifer von Borussia Dortmund mit der Bundesliga-Torschützenkrone.

Die beiden «Doppelpacks» des Argentiniers in den vergangenen Spielen gegen Bochum und Leverkusen veranlassten selbst den ansonsten nicht zum Überschwang neigenden BVB-Präsidenten Reinhard Rauball zu euphorischen Kommentaren: «Rückblickend war Barrios ein Schnäppchen. Er kann es einfach. Für die Leute wird immer klarer, dass er seine Tore in der vorigen Saison nicht in der Operettenliga erzielt hat.»

Längst ist die Skepsis gewichen, die dem im Sommer für 4,2 Millionen Euro vom chilenischen Club Colo Colo Santiago verpflichteten Welttorjäger entgegenschlug. Für die Borussia erweist sich der noch zu Saisonbeginn auf dem Presse-Boulevard als «Weltnix-Torjäger» verspottete Barrios mehr und mehr als Glücksfall. Zur Freude von BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat sich dessen Marktwert mittlerweile beträchtlich erhöht: «Barrios ist eine Tormaschine. Er lebt zu 99,3 Prozent von Toren. Seit Stéphane Chapuisat hatten wir keinen solchen Torjäger mehr.»

Die Zahl jener BVB-Fans, die dem zu Saisonbeginn in die Schweiz zurückgekehrten Alexander Frei noch immer nachtrauern, ist verschwindend gering geworden. Kein Trikot wird im Fanshop derzeit häufiger verkauft als das mit der Nummer 18 und dem Namenszug von Barrios. Der Rückhalt der Fans half über die ersten Probleme hinweg - in menschlicher und sportlicher Hinsicht. Vor allem die große Sportbegeisterung in der Revierstadt erinnerte Barrios an zu Hause: «Fußball wird hier geliebt wie in meiner Heimat.»

In bester Gerd-Müller-Manier strafte er all jene Lügen, die ihm Ende Februar eine Formkrise andichten wollten. Wie schon im Spätsommer machte sich die Geduld von BVB-Coach Jürgen Klopp bezahlt. Mit seinen Treffern in Bochum beendete Barrios eine drei Spiele anhaltende Torflaute. «Da war er wieder - ganz 'La Pantera'. Ich habe keine Sekunde an ihm gezweifelt», kommentierte Klopp in Anspielung auf dessen Spitznamen.

Die Fähigkeit des Argentiniers , agil wie ein Panther auf seine Chance zu lauern, hat sich bis Paraguay herumgesprochen. Hartnäckig halten sich Gerüchte, wonach Nationaltrainer Gerardo Martino den neuen Dortmunder Publikumsliebling gern für die WM in Südafrika gewinnen würde. Noch hat sich Barrios, dessen Mutter aus Paraguay stammt, zu diesem Thema nicht geäußert. Gut möglich, dass er insgeheim noch immer auf einen Anruf des argentinischen Nationaltrainers Diego Maradona hofft. Weitere Tore könnten helfen, dass dieser Traum irgendwann einmal in Erfüllung geht. Nach eigener Einschätzung hat der 25 Jahre alte Barrios seinen Leistungszenit noch lange nicht erreicht: «Da ist noch mehr drin.» Von Heinz Büse, dpa

dpa-infocom


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