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Querelen beim HSV - Jansen fällt aus

Hamburg Es wird gemurrt, genörgelt und geschimpft beim Bundesligisten Hamburger SV - und nun fällt zu allem Überfluss auch noch Nationalspieler Marcell Jansen wochenlang aus.

Der Linksfuß zog sich bei einem Trainingsunfall einen Riss des Syndesmosebandes zu und fällt wochenlang aus.

«Die Verletzung ist in dieser Phase der Saison besonders bitter, da wir mit der Mannschaft wichtige Spiele haben und natürlich auch die Weltmeisterschaft in Südafrika ein großes Ziel für mich ist», sagte Jansen. Die Verletzung passt in das Bild, das der HSV zur Zeit abgibt. Denn die Hanseaten drohen sich im Saison-Schlussspurt durch interne Querelen um den Lohn ihrer Arbeit zu bringen.

Vorstandschef Bernd Hoffmann hat daher Ruhe und Disziplin angeordnet: «Wir haben eine ganze Menge zu gewinnen. Da hat jeder seine Themen hintenanzustellen und im Interesse der ganzen Gruppe zu arbeiten.» Aber leider, zürnte der oberste HSVer, gebe nicht jeder einzelne freiwillig alles. Hoffmann hat in den letzten Wochen mangelnde Teamfähigkeit und Egoismus bei einigen Akteuren ausgemacht.

Die Gerüchteküche brodelt: Jerome Boateng und Eljero Elia könnten nach Saisonende das Weite suchen, Piotr Trochowski klagt über mangelnde Wertschätzung. «Wer jetzt nicht investiert, dem ist nicht zu helfen und auf den können wir auch nicht setzen», droht Hoffmann. Während Elia angeblich schon Kontakt zu Bayern München haben soll, wird Boateng mit Manchester City in Verbindung gebracht. Für eine festgeschriebene Ablöse von 12,5 Millionen Euro kann der deutsche Nationalspieler den Club verlassen. «Bevor wir hier Theater haben, ist es besser, wenn man die Leute gehen lässt, wohin sie wollen», sagte Kapitän David Jarolim der «Hamburger Morgenpost».

Zwischen dem Team und Trainer Bruno Labbadia scheint sich ebenfalls ein Graben aufzutun. «Wir müssen nicht alles ernst nehmen, was ein junger Spieler macht», betonte der 44-Jährige, als Elia nach seiner Knöchel-Operation über fehlende Beachtung klagte. «Wir lassen uns von Meldungen nicht beeindrucken. Ich nehme nur Sachen ernst, die mir ins Gesicht gesagt werden», sagte Labbadia trotzig und konterte damit auch Trochowskis Murren.

Aufkommende Gerüchte um eine Ablösung von Labbadia durch Bundestrainer Joachim Löw zur neuen Spielzeit sollten gleich im Keim erstickt werden: «Völlig abwegig», sagte Hoffmann und zog das Thema ins Lächerliche: «Und Franz Beckenbauer ist als Ehrenpräsident bei uns im Gespräch.»

Mit nur zwölf Zählern aus neun Rückrunden-Begegnungen läuft der HSV Gefahr, seine gute Bilanz aus der Hinserie (31 Punkte) zunichtezumachen. Die Partie bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag (17.30 Uhr) wird für den Bundesliga-«Dino» daher zum Charaktertest. «Wir sind seit sechs Jahren international dabei und haben uns im oberen Drittel der Bundesliga etabliert. Und wir haben noch die Chance auf einen Titel», sagte Hoffmann. Das große Ziel ist das Finale der Europa League am 12. Mai im eigenen Stadion.

Zunächst muss der HSV dafür aber Standard Lüttich ausschalten und sich im Halbfinale gegen den Gewinner der Partie VfL Wolfsburg gegen FC Fulham durchsetzen. Auf der Bundesliga-Zielgeraden treffen die Hamburger auf sechs Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Erst zum Saisonfinale am 8. Mai wartet im Nordrivalen Werder Bremen ein Gegner aus der Spitzengruppe. «Wir haben die Möglichkeit, Vierter oder Fünfter zu werden. Das wollen wir in Angriff nehmen», sagte Labbadia - trotz aller Unruhe.

dpa-infocom


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